2 Handball-Bundesliga: „Saugute“ Nolte und Bijan als Luxusproblem – Blödorn wohl ein Fall für Mai

Mit breiter Brust nach Berlin

So möchte sie auch in Berlin jubeln: Laura Nolte hat bei zwei Siegen in Serie mit der SG 09 Kirchhof mächtig Selbstvertrauen getankt. Hier ist die Rechtsaußen am 30. April 2017 gegen die damalige Berliner Spielmacherin Alexandra Sviridenko zu sehen. Foto: Kasiewicz

Berlin. Mehr Rückenwind geht nicht. Mit zwei Siegen in Serie ist die SG 09 Kirchhof nun auch von den Punkten in der 2. Handball-Bundesliga angekommen. Im Spiel bei Füchse Berlin könnten die Grün-Weißen jetzt erstmals in Bestbesetzung auflaufen (Mi. 20 Uhr, Sömmerringhalle).

Der Grund: Zu Saisonbeginn war Dionne Visser noch nicht bei 100 Prozent und Paulina Muchocka musste angeschlagen passen. Dann verpasste Christin Kühlborn sieben Partien. Nun ist Karolina Bijan nach zwei Spielen Pause fit und stellt ihren Trainer vor ein Luxusproblem. Denn Eigengewächs Laura Nolte hat die Gunst der Stunde genutzt, auf ihrer angestammten Position auf Rechtsaußen zweimal 60 Minuten durchgespielt und dabei neun Treffer gelandet. Allein sieben per Tempogegenstoß, ihrer Paradedisziplin. „Laura hat das saugut gemacht“, lobt Coach Christian Denk.

Wohlwissend, dass Rückkehrerin Bijan zuvor der konstanteste Neuzugang war und das Spiel ihrer Mannschaft vor allem im Positionsangriff dank kluger Technik bereichert. „Karo brauchen wir als Linkshänderin und mit ihrer Erfahrung“, betont ihr Trainer und lässt offen, wer in der Hauptstadt beginnen darf.

Ebenso spannend ist, ob Denk erneut mit Visser und Kim Mai zwei Kreisläuferinnen für die Anfangsformation nominiert, oder ob die trickreiche Leona Svirakova oder die wurfgewaltige Franziska Ringleb mehr Spielanteile auf Halbrechts erhalten. Erfolgversprechende Versuche aus der zweiten Reihe sind nämlich in Berlin gefragt, weil die Spreefüxxe defensiv 6:0 decken. Der Mittelblock Anna Eber/Sophie Mrozinski unterstützt von den Halben Anna Blödorn und Samira Krakat muss in Bewegung gehalten werden. Vor allem Blödorn konnte Kirchhof im gemeinsamen Aufstiegsjahr nicht stoppen und verlor beide Partien (28:31, 25:29) bei insgesamt 19 Blödorn-Toren.

Der Ur-Berlinerin soll sich im Angriff Kim Mai annehmen. Ein Duell, das den Unterschied zwischen dem ersehnten ersten Auswärtssieg und dem Sprung auf den zehnten Tabellenplatz oder Rückschlag vor den kommenden Heimspielen gegen SG H2Ku Herrenberg (Samstag) und SV Werder Bremen (27. Januar) ausmachen kann. „Kim hat bewiesen, dass sie solche Spezialaufgaben lösen kann. Wir sind aber gewarnt, weil Berlin ohne Ende erfahren ist“, sagt Denk.

Drei Siege in Serie feierte das Team von Trainer Christian Schücke am Stück. Kurios: der letzte davon war das 24:17 am 25. November gegen die TG Nürtingen. Spielen sollte das Team eigentlich am 30. Dezember gegen die Kurpfalz Bären der TSG Ketsch. Das verhinderte ein undichtes Hallendach und brachte den Plan des Vereins durcheinander. Mit der Folge, dass Kirchhof nun unter der Woche 400 Kilometer reisen muss. Immerhin mit Rückenwind.

Von Sebastian Schmidt

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