2. Liga: Kirchhof scheitert bei 17:24-Auftaktniederlage an schwacher Angriffsleistung

Caillat: „Da war mehr drin“

Kein Durchkommen: Kirchhofs Neuzugang Izabella Nagy wird in dieser Szene gleich von drei Haunstetter Spielerinnen am Abschluss gehindert. Foto: Schöllhorn

Augsburg. So ist das mit den Auftaktspielen. Da geht besonders einem Neuling bei aller Anfangsnervösität der Mut und die Entschlossenheit verloren, so dass er sich nach dem Spiel über eine vermeidbare Niederlage ärgern muss.

Wie die SG 09 Kirchhof über das 17:24 (8:12) beim TV Haunstetten. „Da war mehr drin“, trauerte Trainer Caillat sicherlich stellvertretend für die Spielerinnen des Zweitliga-Aufsteigers den vergebenen Chancen nach, die wiederum auf das Konto eines ziemlich indisponierten Angriffs gingen.

So verpuffte die eigene starke Defensivleistung. Die 6:0-Deckung der SG stand zunächst wie eine Wand, zwang die Gastgeberinnen zu Würfen aus der zweiten Reihe, die zu einer sicheren Beute von Torfrau Karina Morf wurden. Sie und ihre Vorderleute ließen in den ersten 17 Minuten nur drei Gegentore zu und trotzdem führte ihre Mannschaft „nur“ mit 5:3. „Wir haben aus unseren Ballgewinnen viel zu wenig Kapital geschlagen“, klagte Co-Trainer Christian Denk. Denn Kirchhofs Rückraum tat sich mit der offensiven Deckung des Gegners von Beginn an sehr schwer. Dafür „explodierte“ in der Anfangsphase zumindest Rechtsaußen Laura Nolte und trug vier Treffer zur Zwei-Tore-Führung bei.

Die hielt bis zum 6:8 (23.), ehe die Gastgeberinnen die Partie kippten. Respektive Spielmacherin Patricia Horner, die nun die Fäden des Spiels ihrer Mannschaft entschlossen in die Hand nahm, zwei Zeitstrafen für Kim Mai provozierte und selbst einen Treffer zum 6:0-Lauf beisteuerte. „Da haben wir völlig den Faden verloren“, wusste Christian Caillat um den Knackpunkt des Spiels, als sich für neun Minuten die Verunsicherung seines Angriffs auch auf die Deckung übertrug.

Die fing sich nach dem 13:8 (32.) wieder, hatte insbesondere die sonst so starke Rechtsaußen Sabrina Duschner im Griff. Als die nach 45 Minuten disqualifiziert wurde (dritte Zeitstrafe), keimte nochmal Hoffnung im SG-Lager auf. Blieb aber unerfüllt, weil auch das Überzahlspiel der Mannschaft (alles) zu wünschen übrig ließ. So blieben neun Zeitstrafen des Gegners fast völlig ungenutzt. So erhöhte Haunstettens Neuzugang Christine Königsmann auf 18:13 (48.), was angesichts der Harmlosigkeit von Blase, Maarse, Nagy und Co. schon einer Vorentscheidung gleichkam.

Eine Lektion, aus der es laut Caillat zu lernen gilt. In der Hoffnung, dass seine Schützlinge im zweiten Spiel gegen Bundesliga-Absteiger Vulkan-Ladies (Samstag ) befreiter aufspielen können. Immerhin haben sie dann ja die offenbar recht nervenaufreibende Premiere hinter sich. • Kirchhof: Morf, Küllmer; Berz, Priolli 2/2, Nolte 7, Chr. Kühlborn 2, Nagy 1, Maarse 3, Blase 2, Mai, Wäscher. SR: Dauben/Rohmer. Zeitstrafen: 18:18 Minuten, Disqualifikation: Duschner (46.). und Kim (37.). Siebenmeter: 6/3:2/2.(ohm)

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