Ehemaliger Bundesliga-Spieler Berchten-Nachfolger - Ziel des Franzosen ist der Klassenerhalt

Caillat neuer Trainer der SG 09 Kirchhof

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In die Zange genommen: Hamburgs Guillaume Gille (l.) stoppt im Pokal-Finale von 2006 Christian Caillat (Rhein-Neckar Löwen), den die SG 09 Kirchhof als neuen Trainer verpflichten konnte.

Kirchhof. Christian Caillat wird neuer Trainer der SG 09 Kirchhof. Das gab der Zweitliga-Aufsteiger nach intensiven und letztlich erfolgreichen Verhandlungen mit dem ehemaligen Erstliga-Spieler bekannt.

Für den 41-Jährigen ist es nach dem Männer-Oberligisten TV Jahn Duderstadt, den er in der letzten Saison auf den siebten Platz führte, die zweite Trainerstation - und seine erste im Frauen-Handball.

„Seine Vorstellungen und Einstellungen passen zu uns“, sagt SG-Leiterin Renate Denk über den „Neuen“. Gemeint ist, dass der Franzose auf eine aggressive Deckung (mit zwei Systemen) und ein schnelles Umschaltspiel setzt, es dabei versteht, Talente an höhere Aufgaben heran zu führen. Und seine „realistischen Ziele“ (Denk), die im Falle des Zweitliga-Rückkehrers lauten: Klassenerhalt. Dazu soll der aktuelle Kader, insbesondere nach dem Abgang von Cristina Mihai (wir berichteten), noch verstärkt werden.

Mit Essen gegen die MT

Der B-Lizenz-Inhaber selbst spricht von einem „interessanten Projekt“. Nicht zuletzt wegen einer „bärenstarken 2. Liga, die uns besonders körperlich alles abverlangen wird.“ Die SG kann dabei neben dem „großen Fachwissen“ (Denk) ihres Trainers auch auf dessen reichliche Erfahrung als Bundesliga-Spieler bauen. Denn: Caillat ist im deutschen Handball alles andere als ein unbeschriebenes Blatt.

Über die Stationen Aix-en-Provence, Lille, Marseille und Livry-Gargan heuerte der 2,02 Meter große Rückraumspieler zunächst in der 2. Liga an (Stralsund und Wilhelmshaven) und kreuzte als Torjäger von TUSEM Essen (2003/2004) auch die Wege der MT Melsungen. Es folgten fünf Erstliga-Jahre bei der HSG Wetzlar (2004/2005), den Rhein-Neckar-Löwen (2005 bis 2007), mit denen er zweimal das Pokalfinale erreichte, und bei den Füchsen Berlin (2007 bis 2009).

Seine Karriere als Spieler ließ Caillat beim damaligen Zweitligisten HSC Coburg (2009 bis 2010) ausklingen. In der Spielzeit 2014/2015 trainierte er den Oberligisten TV Jahn Duderstadt, der sich nach der letzten Saison aus der Oberliga zurück zog.

Bisher kann der Berchten-Nachfolger in Kirchhof auf neun Spielerinnen aus dem Drittliga-Meisterteam bauen: Karina Morf, Anezka Zuzankova, Christin Kühlborn, Laura Nolte, Luisa Teichmann, Rica Wäscher, Sharelle Maarse, Rafhaela Priolli und Kim Mai bauen. Fraglich ist noch Marieke Blase.

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