2. Bundesliga: Küllmer hält Punkt beim 25:25 fest

SG 09 Kirchhof feiert ersten Punktgewinn

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Volle Konzentration: Paula Küllmer hielt den Punkt der SG 09 Kirchhof mit einer starken Parade in der Schlusssekunde gegen Beyeröhdes Michelle Steffes fest. 

Wuppertal. Ohne Krimi können die Handballerinnen der SG 09 Kirchhof einfach nicht. Auch in der Partie beim TV Beyeröhde war’s spannend bis zur letzten Sekunde. 

Der Unterschied zu den zuvor knappen vier Niederlagen: Der Aufsteiger hat sich beim 25:25 (15:15) erstmals nach anderthalb Jahren (30:29 gegen die TG Nürtingen am 9. April 2016) wieder mit einem Punktgewinn in der 2. Bundesliga belohnt.

Eine, die daran großen Anteil hatte, ist Paula Küllmer. Das Eigengewächs feierte ihre Saisonpremiere. Und die hätte kaum besser laufen können. Christian Denk vertraute der 18-Jährigen beim Stand von 22:24 acht Minuten vor dem Ende. „Bloß keinen Fehler machen“ dachte sich die Torfrau und ließ Taten folgen. Zunächst hielt sie einen Versuch von Rückraumspielerin Melina Fabisch, dann zeigte sie zwei weitere Paraden.

„Paula hat uns neue Kraft gegeben“, lobte Denk. Karolina Bijan (53.), Diana Sabljak (54.) und Laura Nolte (58.) drehten den Spieß mit dem frischen Mut zum 25:24 um und ließen die SG 09 vom ersten Saisonsieg träumen. Erst recht, als Fabisch Sekunden später eine Zeitstrafe kassierte. Kirchhof ließ den Vorteil aber verstreichen. Eine unglückliche Abwehraktion hatte einen Siebenmeter zur Folge, den Ramona Ruthenbeck verwandelte.

Es reichte noch für einen Angriff. Ballverlust. Tempogegenstoß. Die starke Linksaußen Michelle Steffes war auf und davon. Bange Blicke auf der SG-Bank. Doch Küllmer blieb cool, machte die Wurfseite dicht und parierte. „Dann wurde ich regelrecht erdrückt und wir haben den Punkt wie einen Sieg gefeiert. Das ist so wertvoll für uns“, freute sich die Nummer 81. 

Ein Zähler als Lohn einer herausragenden Leistung der ganzen Mannschaft, die sich klug auf die offensive 5:1-Abwehr des letztjährigen Tabellenfünften eingestellt hatte. Kirchhofs Antwort: immer, wenn das Team zurücklag (vor allem nach der Pause) und, wenn es besonders gut lief (im ersten Durchgang), brachte Denk eine siebte Feldspielerin (Kim Mai oder Leona Svirakova) für den Angriff. „Damit hat Beyeröhde nicht gerechnet und wir haben fast immer getroffen“, sagte der Coach.

Bemerkenswert, dass die Gäste fair verteidigten und beim unauffälligen Debüt von Franziska Ringleb ohne Zeitstrafe in der packenden Partie auskamen. Zudem erwies sich die Variante mit zwei Kreisläuferinnen als kluger Schachzug. Denn Mai und Dionne Visser schafften Räume, die die starken Außen Laura Nolte und Karolina Bijan zu nutzen wussten. Über 6:4 (11., Mai), 10:9 (19., Sabljak) und 13:11 (23., Nolte) lag Kirchhof zunächst meistens vorn. Nach Bijans Treffer zum 20:17 (36.) war sogar eine Vorentscheidung möglich. Dann stellte der TVB auf eine 6:0-Deckung um. „Ausgerechnet da fehlte uns der Mut“, sagte der Coach. Es folgte ein 2:7-Lauf aus SG-Sicht. Der endete jedoch abrupt, als Paula Küllmer ins Spiel kam und mit ihr neue Kraft.
SG 09: Demianczuk (bis 10.), Siggaard (10.- 52.), Küllmer (ab 52.) - Grothnes, Boonkamp, Nolte 8, Muchocka, Ringleb, Svirakova, Sabljak 8/4, Bijan 5, Visser 1/1, Mai 3/1.
SR: Schmidt/Linker. Z: 120. Siebenmeter: 6/5: 7/6. Zeitstrafen: 6:0 Minuten. (sbs)

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