Kirchhof-Gegner: BSV Sachsen Zwickau bringt einen Hauch von Derby mit

Dauerbrenner im Aufwind

Corina

Kirchhof/Zwickau. Die Pflicht haben die Handballerinnen der SG 09 Kirchhof mit Bravour erfüllt. Weit über Soll sogar, denn seit sechs Spielen (11:1 Punkte) ist der Neuling in der 2. Bundesliga ungeschlagen. Jetzt folgt die Kür. Am heutigen Samstag (18 Uhr, Stadtsporthalle) gastiert der BSV Sachsen Zwickau in der Bartenwetzerstadt. Und damit das Team, das auf dem ersten Abstiegsplatz rangiert, von dem sich die SG 09 möglichst weit distanzieren möchte.

DIE TRAINERIN

Corina Cupcea gilt es Institution im Zwickauer Frauen-Handball und fungiert seit Mitte November zum zweiten Mal als Interimslösung – diesmal nach der Trennung des Vereins mit Coach Marko Brezic und vereinbart bis Saisonende. Die gebürtige Rumänin wechselte 2006 nach Zwickau und wurde schnell Leistungsträgerin. Nach ihrem Karriereende trainierte die heute 36-Jährige zunächst die zweite Mannschaft. Im Februar 2017 sprang sie das erste Mal für drei Monate ein, nun ist sie wieder zurück.

DER KADER

Gut 250 Kilometer liegen zwischen Kirchhof und Zwickau. Dennoch weht ein Hauch von Derby um das Spiel. Denn mit Petra Nagy, Nadja Bolze und Christina Zuber wechselten 2017 gleich drei Spielerinnen von der HSG Bad Wildungen zu den Sächsinnen. Dort scheint es zu gefallen, denn seit Kurzem ist Isa-Sophie Rösicke als Vierte im Bunde mit Zweitspielrecht von den Vipers ausgestattet. Damit ist der traditionell große Kader des BSV auf 18 Akteurinnen angewachsen. Acht davon sind vor oder während der Serie gekommen. DAS SAISONZIEL

Nach dem für Sachsen Zwickau enttäuschenden zehnten (2015/16) und 13. (2016/17) Plätzen in den vorigen Runden sollte es wieder bergauf gehen. Doch weil Marco Brezic von seinen ersten acht Pflichtspielen nur eines gewann – nämlich das 31:30 gegen Kirchhof – gilt für den Dauerbrenner, der seit 1996 ununterbrochen zweitklassig ist, allein der Klassenerhalt als Ziel. DIE AUFSTELLUNG

Alle Positionen sind doppelt und mit Blick auf die nachverpflichtete Rösicke sogar dreifach besetzt. Im Tor wechseln sich die Talente Ela Szott und Charley Zenner ab. Auf Linksaußen ist Kapitänin Jenny Choinowski gesetzt. Kreisläuferin Bolze, die flexible Nagy (halblinks) und Zuber (halblinks) bilden eine Bad Wildunger Achse im Zentrum, in dem Silvia Sajbidor (früher Bachrata) als Spielmacherin das Zepter schwingt. Rechtsaußen ist Fabienne Kracht erste Wahl.

DIE FORM

Zeigt bergauf, was zugegeben nicht schwierig war. Aus den ersten 13 Partien holte der BSV nur fünf Punkte – gegen die Aufsteiger Kirchhof, HCD Gröbenzell (30:23) und Spreefüxxe Berlin (29:29). Auswärts setzte es 2017 ausschließlich Niederlagen. Nun gewann Zwickau 31:26 in Trier und 18:17 in Ketsch. Und zeigt langsam, dass im Kader zumindest das Potenzial für einen einstelligen Platz schlummert. (sbs) Foto: nh

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