2. Handball-Bundesliga: SG 09 Kirchhof feiert 26:25-Sieg über DJK/MJC Trier

Ein denkwürdiger Erfolg: SG 09 Kirchhof feiert Sieg

Da ist der Jubel groß: Die Kirchhoferinnen (von links) Marieke Blase, Rafhaela Priolli, Lisa-Marie Berz, Izabella Nagy, Laura Nolte und Rica Wäscher nach dem Treffer in letzter Sekunde von Nagy zum 26:25. Foto: Kasiewicz

Melsungen. Seit 18.29 Uhr ist es amtlich: Die SG 09 Kirchhof kann in der 2. Handball-Bundesliga noch gewinnen - und wie! Im denkwürdigsten Spiel der Saison mit 26:25 (12:18) gegen DJK/MJC Trier nach 13:21-Rückstand.

„Endlich hatten wir mal das nötige Glück. Dieser Sieg gibt uns Kraft für die Rückrunde“, frohlockte Christian Denk nach seiner gelungenen Premiere als Chefcoach in der letzten Partie der Hinrunde. Doch danach hatte es lange, lange nicht ausgesehen.

Denn Trier zeigte sich ob einiger Umstellungen bei der SG unbeeindruckt. Kreisläuferin Caroline Thomas fand immer wieder Lücken in Kirchhofs Deckung. Zudem spielte Lucia Weibelova ihre Erfahrung aus. Die Folge: Über 2:0 (3) lag die DJK/MJC schnell mit 7:2 vorn (8.), ehe Denk eine erste Auszeit nahm. Der Trainer brachte Izabella Nagy für Sharelle Maarse als Spielmacherin. Und die Ungarin fügte sich prompt mit einem Treffer ein.

Das gab den Grün-Weißen Mut, eine erste Aufholjagd zu starten. Diese endete trotz eines Hammers von Marieke Blase zum 7:9 (17.) aber ebenso zeitig. Denn die Moselanerinnen hatten ein entscheidendes Pfund, mit dem sie wuchern konnten: Knallharte Würfe aus der zweiten Reihe von Joline Müller, die mit acht Toren so treffsicher wie keine Zweite war.

Über 13:7 (22.) und 18:12 (30.) sah es bis zum 21:13 (32.) klar nach einem Auswärtssieg aus. Zwei weitere Kracher nach der Pause von Müller hätten dem Schlusslicht den Zahn ziehen können. Doch „aufgeben“ haben die Handballerinnen aus dem Stadtteil Melsungens wohl aus ihrem Wortschatz gestrichen.

Anders ist das nicht zu erklären, was dann passierte. Ein 12:0-Lauf, 20 Minuten kein Gegentreffer - oder um es mit Christian Denk zu sagen: „Wir haben gigantisch verteidigt!“ Nagy (4/2), Blase (3), Christin Kühlborn (2), Laura Nolte (2) und Kim Mai sorgten mit ihren Toren dafür, dass der erste Saisonsieg greifbar nahe war.

Und dann? Viermal Pfosten, drei Gegentore in nur zwei Minuten und der Ausgleich durch Müller, die Glück hatte, weil ihr Wurf vom Innenpfosten ins Tor trudelte (57.). Als dann Nagy einen Siebenmeter über den Kasten setzte und Rafhaela Priolli zwei Minuten kassierte, machte sich Angst im Lager der Gastgeberinnen breit. Doch Trier vergab seinen Vorteil. Letzter Angriff Kirchhof. Rica Wäscher bedient Izabella Nagy. Schlechte Wurfposition. Ein tückischer Aufsetzer - und drin. Unfassbar! Der Rest ist grenzenloser Jubel bei Aufsteiger SG 09. • SG 09: Morf (13 Paraden/25 Gegentore), Ludwig - Priolli 1, Nolte 2, Kühlborn 5, Nagy 7/4, Wäscher, Maarse 3, Berz, Blase 7, Ulrich, Mai 1. DJK/MJC: Kockler (13/26), Eckelt - Thomas 6, Sattler, Mohr, Houben 3/1, Czanik 2, Derbach, Müller 8/1, Weibelova 4, Knoroz, Cabezza Gutierrez, Welter 2. SR: Chung/Otto. Z: 350. Siebenmeter: 6/4:3/2 Zeitstrafen: 8:12 Minuten.

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