SG-Gegner: Mit-Aufsteiger Mainz-Bretzenheim liegt nur einen Punkt vor Kirchhof

Derby-Coup beflügelt die Ischn

Steffen

Kirchhof/Koblenz. Heute ab 18 Uhr brauchen die Zweitliga-Handballerinnen der SG 09 Kirchhof ihre Fans. Und die dürften zahlreich in die Melsunger Stadtsporthalle strömen, weil es erstmals in der Vereinsgeschichte des Traditionsvereins dank eines Sponsors freien Eintritt gibt. Das Ziel der Grün-Weißen: Im Kellerduell Mitaufsteiger SG TSG/DJK Mainz-Bretzenheim besiegen und damit die Rote Laterne an den Gegner oder den derzeitigen Vorletzten DJK/MJC Trier abgeben.

DER TRAINER

Steffen Piffkowski (43) ist seit 2005 im Badischen Handball-Verband aktiv als Landestrainer (weiblich). Hier feierte er viele Erfolge, unter anderem wurde er 2012 mit dem Jahrgang 1996 Deutscher Meister. Parallel leitet er seit sieben Jahren die Handballschule Rhein-Neckar. An Vereinen trainierte Piffkowski den TSV Birkenau (2002 bis 2007) und die TG Neureut (2007 bis 2011). Mainz-Bretzenheim übernahm er vor der Serie - und erklärte vor einem Monat seinen Rücktritt am Saisonende aus privaten Gründen.

DER KADER

Ähnlich wie Kirchhof verfügt der Mitaufsteiger über einen jungen Kader und galt als Abstiegskandidat. Das Team, das sich Ischn nennt, gilt als sehr geschlossen und deckt konsequent 6:0. Da es im Rückraum keine Linkshänderin gibt, übernimmt Larissa Platen häufig den Part auf halbrechts. Die 18-Jährige kam vergangenen Sommer vom Thüringer HC und absolvierte im Dezember einen Lehrgang der Juniorinnen-Nationalmannschaft. DAS SAISONZIEL

Der Klassenerhalt wäre für Piffkowski ein traumhafter Abschied - ist aber auch das höchste der Gefühle. Da der Verein wie Kirchhof als familiär gilt und vergleichsweise bescheidene finanzielle Mittel hat, scheint die 2. Liga dauerhaft kaum machbar. DIE AUFSTELLUNG

Mit der groß gewachsenen Gina von Gilgenheimb haben die Ischn eine starke Torfrau, die beim 26:23 im Hinspiel überragte. Im Rückraum wechseln sich Katharina Mack (Mitte), die Ex-Kirchhoferin Andrea Mertens (Halblinks), Platen (Halbrechts), Lea Schuhknecht und Jessica Kleinjung ab. Am Kreis ist Michelle Chwalek eine Bank. Auf Außen geben Diana Hollerbach (links) und Kristin Gärtner das Tempo vor.

DIE FORM

Acht Niederlagen in Serie hatten die Ischn bis vor einer Woche kassiert. Dann kam das Stadtderby gegen den „großen Bruder“ FSG Mainz 05/Budenheim und das Piffkowski-Tema tankte beim 24:23-Coup mächtig Selbstvertrauen. Ob das reicht, um die mit zwei Siegen aus drei Partien wiedererstarkten Kirchhoferinnen in Bedrängnis bringen zu können? (sbs) Foto: privat/nh

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