2. Liga: Kirchhof mit Rumpfteam gegen Zwickau - Neuzugang Kitti Puskár gleich voll gefordert

„Ein Sieg wäre ein Wunder“

Vor ihrer Heimpremiere im Kirchhofer Trikot: Neuzugang Kitti Puskar, die gleich im Rückraum und im Mittelblock des Aufsteigers ran muss. Foto: nh

kirchhof. Wenn am Samstag (18 Uhr Stadtsporthalle Melsungen) die SG 09 Kirchhof auf den BSV Sachsen Zwickau trifft, stehen voraussichtlich sieben Zweitliga-Spielerinnen 14 gegenüber. Der Grund: Der heimische Aufsteiger schickt quasi sein letztes Aufgebot aufs Feld, während BSV-Trainer Karsten Knöfler personell aus dem Vollen schöpfen kann.

Und von seinen Alternativen durchaus auch Gebrauch macht, was seinem Kollegen die Vorbereitung auf das morgige Duell durchaus erschwerte. „Es ist schwierig, sich auf eine Mannschaft einzustellen, in der ständig Spielerinnen und Positionen gewechselt werden“, sagt Christian Denk.

Trotzdem gelang es ihm, die Trümpfe des Gegners herauszufiltern: eine bewegliche 6:0-Deckung mit zwei starken Torfrauen (Aleksandra Baranowska und Maria Neagoe). Dazu ragen aus einem dynamischen Angriff Kreisläuferin Stefanie Pruß und Rückraumspielerin Christina Zuber heraus.

Trotz dieser gegnerischen Stärken mussten sich die Kirchhoferinnen in der Vorbereitung primär mit sich selbst beschäftigen, denn es gilt, den schmerzlichen Ausfall der Stammkräfte Marieke Blase und Rafhaela Priolli zu kompensieren. Eine Schlüsselrolle bei den notwendigen Improvisationen spielt mit Kitti Puskár ausgerechnet eine Spielerin, die erst seit einer Woche bei der Mannschaft ist.

Kirsten Bänfer rückt auf

Und nun bereits im Rückraum und im Mittelblock (mit Izabella Nagy) ran muss. „Sie ist unheimlich motiviert und will uns unbedingt weiter helfen“, sagt Christian Denk über die 22-Jährige, will sie aber unter keinen Umständen unter Druck setzen: „Kitti soll trotz allem ganz entspannt an die Sache rangehen und nach und nach zeigen, was sie kann.“ Dazu gehört nach den ersten Trainingseinheiten eine „hervorragende Spielübersicht“ und „gute Ballsicherheit“.

Im Rückraum bleiben der Ungarin als Nebenleute nur noch Landsfrau Nagy, die etatmäßige Linksaußen Christin Kühlborn und die allerdings angeschlagene Rica Wäscher. In der Abwehr soll Kirsten Bänfer aus dem Juniorteam aushelfen. Sie könnte etwa bei einer 5:1-Formation den Part der zentralen Abwehrspielerin übernehmen.

Ein Mini-Kader, der unter solch‘ kniffligen personellen Voraussetzungen gegen den Tabellenzehnten natürlich krasser Außenseiter ist. „Ein Sieg wäre wohl ein Wunder“, meint denn auch der SG-Coach. Und peilt genau dieses an: „Wir wollen einfach ein optimales Spiel hinlegen. Ob‘s zum Sieg reicht, sehen wir dann.“ (ohm)

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