2. Liga: SG 09 Kirchhof bangt gegen Spitzenreiter Neckarsulm vor allem um Blase

Eine Chance für Maarse

Sehen sich am Samstag wieder Kirchhofs Kapitänin Christin Kühlborn (l.) und NSU-Torfrau Celia Schneider, der allerdings nach einem Kreuzbandriss nur die Zuschauerrolle bleibt. Archivfoto: Haun/nh

Kirchhof. Das hat gut getan: Der 29:29-Coup der SG 09 Kirchhof bei Aufstiegsaspirant BSV Sachsen Zwickau in der 2. Handball-Bundesliga. Der erste Punkt, abgerundet dadurch, dass sechs der elf Spielerinnen tags darauf - das niedrige Alter macht’s möglich - einen Sieg mit dem Juniorteam (29:25 in Eibelshausen) nachlegten. Das waren die ersten Zähler überhaupt im Frauenbereich in dieser Saison, ehe die erste Garnitur am Samstag (18 Uhr, Stadtsporthalle Melsungen) Spitzenreiter Neckarsulmer Sport-Union zu Gast hat.

Zur Belohnung gab’s für alle Grün-Weißen am Montag trainingsfrei. Am Dienstag stand die Athletik im Mittelpunkt, seit Mittwoch sind die Blicke auf die NSU gerichtet. Mit der Einschränkung, dass die beiden mit Zweitspielrecht ausgestatteten Johanna Stockschläder (1 Tor beim 25:30 von Bad Wildungen in Buxtehude) und Marieke Blase, die mit dem Thüringer HC 31:26 gegen Blomberg-Lippe gewann, zeitgleich erstklassig im Einsatz waren.

Unwahrscheinlich, dass beide am Samstag für Kirchhof auflaufen. „Ich bin vorsichtig mit Prognosen. Optimal ist das nicht“, sagt Trainer Christian Caillat, der zuletzt eine ganz kurzfristige Absage vom THC zu verkraften hatte. Dafür schlagen sich die anderen Kirchhoferinnen umso besser. Und sollen sich aus Sicht ihres Trainers „ nur auf uns konzentrieren, damit wir unser Spiel verfeinern können“. Heißt im Klartext, die Außen Christin Kühlborn (links) und Laura Nolte noch mehr ins Angriffsspiel einzubeziehen.

Auf Pässe von Raphaela Priolli muss die Flügelzange aber (noch) verzichten. Die angeschlagene Abwehrchefin soll erneut ihre ganze Kraft auf die Deckungsarbeit einsetzen. Nach einem spielfreien Wochenende dürfte die Brasilianerin am 14. November in Nellingen wieder schmerzfrei werfen können. Gegen Neckarsulm bietet sich also die Chance für Sharelle Maarse und - wenn sie dabei sein kann - Marieke Blase, sich auf der ungewohnten Position auf Halbrechts zu zeigen.

„Wir sind gewarnt“, erklärt derweil NSU-Coach Emir Hadzimuhamedovic mit Blick auf den SG-Coup in Zwickau. „Das ist ein junges Team, das den Vorteil hat, dass es sich nicht so viele Gedanken macht wie eine ältere Mannschaft“, ergänzt der 46-Jährige, der mit Neckarsulm beim ersten Auftritt in Melsungen (26:21 am 16. Februar 2014) gewann.

Von Sebastian Schmidt

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