2. Liga: SG-Heimpremiere gegen Bundesliga-Absteiger – Torfrau Morf besonders gefordert

Fällt auch noch Priolli aus?

Arg gefordert: Kirchhofs Torfrau Karina Morf. Foto: Kasiewicz

Kirchhof. „Das wird“, sagt Christian Caillat, „ein ganz anderes Spiel.“ Gemeint ist die Heimpremiere von Zweitliga-Aufsteiger SG 09 Kirchhof gegen die Vulkan-Ladies Koblenz/Weibern (Sa. 18 Uhr Stadtsporthalle Melsungen).

Also das Duell gegen den Bundesliga-Absteiger, der laut dem SG-Coach mit Auftaktgegner Haunstetten recht wenig gemein hat. Denn: „Das ist eine abgezockte, individuell stark besetzte Mannschaft.“

Immerhin muss die Kirchhofer Offensive nicht wieder mit einer wuseligen und nervigen 3:2:1-Deckung rechnen, sondern kann seine Angriffe halbwegs ungestört aufbauen. Muss aber im Abschluss eine wahre Wand inklusive einem Mittelblock der Extraklasse mit Junioren-Nationalspielerin Annika Ingenpaß und der Isländerin Hildigunnur Einarsdottir überwinden. „Da ist Geduld gefragt. Wir dürfen auf keinem Fall zu früh abschließen“, gibt Kirchhofs Trainer seinen Schützlingen mit auf den Weg.

Umso schmerzlicher, dass neben Rica Wäscher möglicherweise auch noch Rafhaela Priolli ausfällt, die sich seit Wochen mit Rückenbeschwerden herum schlägt. Also hätte Christian Caillat mit Marieke Blase, Sharelle Maarse und Izabella Nagy nur noch drei Rückraumspielerinnen zur Verfügung. Auch in der Deckung (bzw. im Mitttelblock) würde Priollis Ausfall die Gastgeberinnen arg treffen.

Noch mehr Arbeit also für Torfrau Karina Morf? Die 19-Jährige trägt‘s mit Fassung, muss sie doch aufgrund des Fehlens einer adäquaten Nummer zwei sowieso stetig durchspielen. Und sieht diese Belastung für ihre persönliche Entwicklung „durchaus positiv“. Denn: „So habe ich immer Spielpraxis und die Möglichkeit zu zeigen, was ich kann.“

Karina Morf genießt aufgrund ihrer starken Leistungen das volle Vertrauen ihres Trainers und das ihrer Vorderleute. Wie überhaupt die eingespielte Defensive des Neulings der Personalknappheit zum Trotz der Schlüssel zum Erfolg sei könnte. Auch oder gerade gegen den Aufstiegsaspiranten. „Unsere einzige Chance liegt in einer kompakten Deckung, um dann über die erste und zweite Welle zu einfachen Toren zu kommen“, lautet Morfs Rezept.

Weiberns Trainer warnt

Umso wichtiger bei diesem Unterfangen die Nervosität abzulegen, die die Kirchhoferinnen beim TVH um ein mögliches Erfolgserlebnis brachte. Weiberns Trainer rechnet fest damit. „Kirchhof wird zu Hause ganz anders auftreten“, warnt Caslav Dincic seine Schützlinge.

Außerdem könne der Gegner aufgrund der Favoritenrolle „ohne Druck aufspielen.“ Auch das ist aus SG-Sicht anders als beim Auftakt. Fehlt nur noch, dass im ersten Heimspiel ein „anderes“ Ergebnis herausspringt, selbst wenn das unter den aktuellen Vorzeichen eine echte Überraschung wäre.(ohm)

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.