2. Bundesliga: Wiedersehen mit Janouskova für Bijan – Ringlebs Premiere für Kirchhof

TVB ist ein Fall für Mai

Beim Wiedersehen gefordert: Kirchhofs Kim Mai (am Ball mit der Nummer 96) und Beyeröhdes Mandy Reinarz (ehemals Münch). Im Hintergrund beobachtet Marieke Blase die Szene. Foto: Kasiewicz

Wuppertal/Kirchhof. Die letzte Reise nach Wuppertal war eine ganz bittere für die Handballerinnen der SG 09 Kirchhof. 23:41 verlor das Team am 3. April 2016 beim TV Beyeröhde. Am Samstag (18.45 Uhr) sind die Grün-Weißen dort wieder in der 2. Bundesliga zu Gast.

„Das war meine höchste Niederlage als Trainer und für uns ein gebrauchter Tag“, blickt SG-Coach Christian Denk zurück. Gut für ihn, dass beide Mannschaften nun nicht mehr miteinander zu vergleichen sind, seine Spielerinnen somit frei von negativen Erinnerungen sind. Durch die Verletzung von Kapitänin Christin Kühlborn sind bei der SG 09 lediglich noch Laura Nolte und Kim Mai als Stammkräfte an Bord.

Mai war bei der Packung vor anderthalb Jahren der einzige Lichtblick. Das Eigengewächs packte in der Abwehr kräftig zu, half im Rückraum aus und warf sieben Tore. Nun peilt die Spangenbergerin nach vier knappen Niederlagen endlich Zählbares an. „Die zweite Welle und Deckung klappen gut. Aber die Fehler, die wir uns in der 3. Liga noch leisten konnten, werden nun bestraft“, sagt die Kreisläuferin. Mai weiß, dass es in Beyeröhde auf das Spiel ohne Ball ankommt. Denn der TVB deckt offensiv 5:1 oder 3:2:1.

Die Wuppertaler kooperieren mit Bayer Leverkusen und haben mit Pia Adams, Michaela Janouskova, Luisa Klinnert und Sophia Michailidis gleich vier Neuzugänge verpflichtet, die beim benachbarten Erstligisten reiften. Die 21-jährige Adams hat sich ebenso wie Rechtsaußen Janouskova auf Anhieb als Verstärkung erwiesen. Kim Mai soll sich der Halblinken annehmen. Für Janouskova kommt es zum Wiedersehen mit Kirchhofs Karolina Bijan. Beide eint, dass sie vergangene Runde nur Ersatz waren.

Kopf von Beyeröhde ist Mandy Reinarz. Die Spielmacherin, deren Zwillingsschwester Sandra Münch zu Solingen-Gräfrath gewechselt ist, gilt als unbequemer Gegner. „Es könnte eine hektische Partie werden. Wir müssen unsere Nerven im Griff haben“, betont Denk. Eine Herausforderung ist der letztjährige Fünfte auch für den SG-Angriff. Denn Torfrau Dana Centini gehört zu den Besten der 2. Liga. Allerdings hat der TVB erst zwei Punktspiele bestritten und ist gerade aus dem DHB-Pokal ausgeschieden – nach passabler Leistung beim 19:28 gegen Partner Leverkusen.

Einen Mutmacher bei der Premiere für Rückraumspielerin Franziska Ringleb in grün-weiß hat Trainer Christian Denk zu bieten: „Zumindest gegen Martin Schwarzwald habe ich noch nie verloren“, sagt der Coach, der mit seinem Gegenüber zwei Vergleiche in der Oberliga mit dem Juniorteam gegen die HSG Bensheim/Auerbach II hatte.

Von Sebastian Schmidt

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