2. Liga: Kirchhof beim Tabellendritten Rödertal Außenseiter, aber nicht chancenlos

Gegentor als Motivationshilfe

Glaubt an eine SG-Chance: Kirchhofs Torfrau Karina Morf. Foto: Kasiewicz

kirchhof. Es gibt Gegentore, die vergisst eine Handball-Torfrau so schnell nicht. Wie Karina Morf den siebten Treffer von Rückraumspielerin Lisa-Marie Preis in der Partie gegen den HC Rödertal. „Ich weiß bis heute nicht, wie der Ball im Netz gelandet ist“, sagt die SG-Torhüterin. Denn es war ein Billardtor. Erst wurde der Ball nach dem direkt ausgeführten Freiwurf der wurfgewaltigen Linkshänderin nach dem Schlusspfiff von der eigenen Mauer abgefälscht, dann trudelte er über den Umweg des Innenpfostens ins Tor. Zum 24:25 und damit zur bis dato unglücklichsten Niederlage des Aufsteigers, der nach erfolgreicher Aufholjagd beim 23:22 (58.) sogar noch am ersten Saisonsieg gerochen hatte.

Nun ist Revanche angesagt. Im Rückspiel nämlich (Sa. 17 Uhr Sporthalle Großröhrsdorf), auch wenn die Trauben für den Drittletzten wohl noch ein wenig höher hängen. Schließlich bekommt es dieser mit dem Tabellendritten zu tun, der zu Hause noch ungeschlagen ist. „Und diesen Nimbus wollen wir auf jeden Fall wahren“, bestätigt HC-Trainer Karsten Moos, der zudem auf seine Bestbesetzung zurück greifen kann.

Also auch auf sein bärenstarkes Rückraum-Duo Markeviciute/Preis, das im Hinspiel mit 19 Treffern der SG fast allein den Garaus machte und nach 18 Spieltagen für fast 60 Prozent der Rödertaler Tore verantwortlich ist. Und seit Jahresende auch noch durch Nele Reimer vom Bundesligisten HC Leipzig (Zweitspielrecht) verstärkt wird. Dazu kommt eine bärenstarke 6:0-Deckung - mit nur 23 Gegentoren im Schnitt die beste der 2. Liga.

Trotzdem. „Chancenlos sind wir nicht“, sagt Torfrau Morf. Denn: „Wir sind in den letzten Spielen enger zusammengerückt, kämpfen als Team und zeigen Emotionen, die uns stark machen.“ Wozu wohl besonders der Trainerwechsel beigetragen hat. Seit Ex-Assistent Christian Denk Christian Caillat abgelöst hat, erreichte die Mannschaft 6:2-Punkte und holte sich so das verloren gegangene Selbstvertrauen zurück.

Auch mit den Trainingsleistungen ist der „Neue“ hochzufrieden („Alle hängen sich voll rein“), sieht seine Schützlinge aber beim HCR als „klaren Außenseiter“. In der (stillen) Hoffnung, den Favoriten vielleicht mit seinen eigenen Mitteln düpieren zu können. Mit einer kompakten Deckung nämlich als Basis für die erste und zweite Welle - ein fulminantes Tempospiel, dem zuletzt sogar Bundesliga-Absteiger Weibern Tribut zollen musste. Lässt sich auch Rödertal überraschen?

Von Ralf Ohm

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