2. Bundesliga: Kirchhof kann mit Sieg über Mainz-Bretzenheim Rote Laterne abgeben

Ein Geschenk für Nolte?

Sie jubelt weiter im grünen Dress: Laura Nolte hat ihren Vertrag bei der SG 09 vor dem Kellerduell gegen Mainz verlängert. Foto: Kasiewicz

Kirchhof. Das sind ideale Rahmenbedingungen für ein packendes Handballspiel: Die SG 09 Kirchhof kann mit einem Sieg über die SG TSG/DJK Mainz-Bretzenheim (Sa. 18 Uhr, Stadtsporthalle Melsungen) die Rote Laterne der 2. Bundesliga abgeben. Und das vor wohl anständiger Kulisse, weil ein Sponsor die Eintrittsgelder aller Zuschauer übernimmt. Zu guter Letzt hat nach Rafhaela Priolli auch Laura Nolte ihren Vertrag ligaunabhängig bis 2018 verlängert.

„Laura ist ein Vorbild für unsere jungen Spielerinnen“, lobt Trainer Christian Denk die Rechtsaußen, die sich über die Jugend und das Juniorteam zur Stammkraft in der ersten Mannschaft entwickelt hat. Ein Eigengewächs, seit 2005 im Verein und nach Priolli (27) sowie der verletzten Sharelle Maarse (23) die drittälteste im jungen Kader, weil sie am Montag 23 Jahre jung wird. Ein Sieg über Mainz wäre vorgezogen ein tolles Geschenk.

In 45 Spielen war sie vergangene Serie am Doppelaufstieg von Kirchhof I und II beteiligt. Das Doppelspielrecht darf die Lehramtsstudentin, deren Eltern Axel und Konny im Helferteam um die Mannschaft fleißig im Einsatz sind, ab dem Sommer allerdings nicht mehr ausüben. Dafür weiß die noch 22-Jährige, welchen Anteil der neue Coach Denk am Aufschwung hat: „Er hat uns viel Sicherheit gebracht, weil wir ihn und seine Vorgaben aus dem Juniorteam kennen.“ Klar, neben ihm sind sich Torfrau Karina Morf, Kreisläuferin Kim Mai und Kapitänin Christin Kühlborn nicht zu fein, weiterhin in der Oberliga aufzulaufen.

Die laufintensive offensive 6:0-Abwehr soll nun auch Mainz-Bretzenheim den Zahn ziehen. „Der Sieg in Koblenz gibt uns Rückenwind. Wir müssen wieder alles geben und die Nerven behalten“, weiß Nolte mit Blick auf den jüngsten 36:31-Coup beim letztjährigen Erstligisten. Verrückt: Damit hat die SG 09 in drei Partien unter dem neuen Trainer mit vier Punkten bereits doppelt so viele Zähler eingeheimst wie in 15 Begegnungen unter Vorgänger Christian Caillat.

„Das tut mir für ihn ehrlich gesagt leid. Auch deshalb heben wir nicht ab, nur weil wir jetzt drei gute Spiele gemacht haben“, erklärt Denk, der die Favoritenrolle passend an die Gäste abgibt. Und sich bewusst ist, dass der Mitaufsteiger ebenso im Aufwind ist.

Denn die SG TSG/DJK gilt in der Rheinland-Pfälzer Landeshaupstadt eigentlich als klare Nummer zwei - hat aber im Derby am vergangenen Samstag mit 24:23 vor 700 Zuschauern gegen die FSG Mainz 05/Budenheim gewonnen. Der Treffer zum 19:19 ging dabei auf das Konto der Ex-Kirchhofer Rückraumspielerin Andrea Mertens, die hochmotiviert an alter Wirkungsstätte erwartet wird. „Sie hat sich gut entwickelt, aber wir kennen natürlich ihre Stärken und Schwächen“, unterstreicht Christian Denk.

Von Sebastian Schmidt

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