Greift der Heimvorteil?

2. Liga: Kirchhof gegen Aufstiegskandidat arg gefordert

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Soll dem SG-Rückraum Impulse verleihen: der wieder genesene Neuzugang Paulina Muchocka. 

Kirchhof. Nach der unglücklichen Niederlage im Auftaktspiel beim SV Werden Bremen versucht Aufsteiger SG 09 Kirchhof nun bei der Heimpremiere in der 2. Handball-Bundesliga sein Glück.

Wohlwissend, dass die Trauben gegen den SV Halle-Neustadt (Sa. 18 Uhr Stadtsporthalle Melsungen) noch höher hängen. Schließlich wird die Mannschaft von Trainer Jürgen Gluver als Aufstiegskandidat gehandelt. Also soll‘s neben einer eigenen Top-Leistung der Heimvorteil richten. „Der kann für uns ein Trumpf werden“, sagt SG-Trainer Denk, „besonders dann, wenn es uns gelingt, die Partie lange offen zu halten.“ Diesem Streben vorausging eine kurze Vergangenheitsbewältigung – inklusive den daraus zu ziehenden Lehren.

„Es hat schon ein paar Tage gedauert, bis wir die Auftaktniederlage verdaut haben“, bekennt Kirchhofs Trainer. Denn: „Wir haben eine große Chance vergeben, ein Sieg wäre drin gewesen.“ Dem stand beim 29:32 ein abgezockter Gegner und eigene Schwächen im Abschluss entgegen. Außerdem gilt es nun, über 60 Minuten an die eigenen Abläufe zu glauben und durchzuziehen.

Wiedersehen mit Heimburg

Wobei Christian Denk gegen Halle-Neustadt im Angriff noch auf einige neue Varianten baut: „Wir brauchen Überraschungseffekte, um diese bärenstarke 6:0-Deckung zu knacken.“ Dabei kann er im Rückraum wohl erstmals auf Neuzugang Paulina Muchocka zurückgreifen, die allerdings aufgrund einer Grippe in dieser Woche nicht voll mit der Mannschaft trainieren konnte.

Also werden‘s wohl erstmal Danique Boonkamp, die am Dienstag ihren 21. Geburtstag feierte, Diana Sabljak und Leona Svirakova richten müssen, die sehr variabel und mit hohem läuferischen Aufwand agieren und den Ball laufen lassen sollen. Eine Aufbaureihe, vor der Gäste-Trainer Jürgen Gluver großen Respekt hat: „Die müssen wir in den Griff bekommen, um hier bestehen zu können.“

Sonderaufgaben in Kirchhofs 6:0-Abwehr gibt‘s nicht, denn der Gegner ist auf allen Positionen „herausragend besetzt“ (Denk). Im Rückraum mit zwei exzellenten Schützinnen aus der zweiten Reihe (Helena Mikkelsen und Mikaela Johansson) sowie zwei Spielerinnen, die im eins-gegen-eins kaum zu halten sind (Sophie Lütge und Nadine Smit), über außen mit Sarah Andreassen und der Ex-Kirchhoferin Swantje Heimburg, die ihrer Mannschaft beim Heinrich Horn-Turnier mit ihrem Treffer zum abschließenden 15:15-Remis gegen Bundesliga-Aufsteiger HSG Bensheim/Auerbach den Turniersieg (noch ohne den schwedischen Neuzugang Johansson) sicherte.

Da erwartet SG-Torfrau Katarzyna Demianczuk viel Arbeit. Aber auch die Chance, ihre Mannschaft mit einer Steigerung gegenüber der Bremen-Partie im Spiel zu halten. Dann könnte vor möglichst großer und stimmgewaltiger Kulisse der Heimvorteil greifen.

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