Überzeugender Auftritt

Heinrich-Horn-Gedächtnisturnier: SG 09 Kirchhof in toller Frühform

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Selbst von zwei Gegnern kaum zu bremsen: Kirchhofs starker Neuzugang Michelle Urbicht im Dreikampf mit den Leverkusenerinnen Mia Zschocke (links) und Anna Seidel. 

Melsungen. HSG Blomberg/Lippe ist der Sieger des Heinrich-Horn-Gedächtnisturniers. Die Handballerinnen des Erstligisten aus Ostwestfalen setzten sich zunächst gegen sechs der sieben Mitbewerber durch.

Dann reichte ein 13:13 gegen Bayer Leverkusen, um den Pokal bei dem von der SG 09 Kirchhof in der Melsunger Stadtsporthalle organisierten Turnier in Empfang zu nehmen. Grund zur Freude hatten aber auch die Gastgeberinnen. Die Mannschaft von Trainer Christian Denk stand zwar bei den Niederlagen gegen Blomberg/Lippe (9:16) und Leverkusen (8:23) auf verlorenem Posten, gewann aber alle anderen Spiele und überzeugte vor allem beim abschließenden 16:8 gegen den Bundesliga-Aufsteiger SV Union Halle-Neustadt, mit dem sich der heimische Zweitligist den dritten Platz sicherte.

Nach ausgeglichenem Beginn, in dem die Torschützenkönigin Diana Sabljak die SG 09 im Spiel hielt, steigerten sich die Grün-Weißen vor allem in der Abwehr und wurden von der immer besser werdenden Torhüterin Frederikke Siggaard zum überraschend klaren Sieg geführt. Damit hatten die Kirchhoferinnen ganz schnell eine Schwäche behoben, die in den vorhergehenden Spielen noch auffällig war. Zumindest gegen Leverkusen funktionierten die Abläufe in der Defensive nicht.

Denk lobt Entwicklung

Aber in seiner Gesamtbetrachtung sah Denk mehr Licht als Schatten. Der Trainer freute sich darüber, dass Michelle Urbicht auf Anhieb die erhoffte Verstärkung auf der Spielmacherposition geworden ist, und auch von den Fähigkeiten der Halbrechten Sandra Szary ist der Kirchhofer Coach überzeugt. Zudem sagt Christian Denk: „Alle unsere Spielerinnen haben sich im Vergleich zur vergangenen Saison weiterentwickelt und profitieren nun von der Erfahrung, die sie in der 2. Bundesliga gesammelt haben.“ Denk sagt aber auch: „Das heißt nicht, das wir diesmal besser abschneiden werden, denn auch unsere Konkurrenten sind stärker geworden.“

Zurück zum „Endspiel“. Die Macher des bestens organisierten Turniers hatten den richtigen Riecher, als sie die Partie zwischen der HSG Blomberg/Lippe und Bayer Leverkusen als vorletztes der insgesamt 28 Spiele ansetzten. Die beiden Erstligisten hatten bis dahin alle ihre Spiele gewonnen, und wegen der knapp besseren Tordifferenz würde Blomberg/Lippe ein Unentschieden zum Turniersieg reichen. Dennoch lief das Spiel bis 15 Sekunden vor Schluss nach dem Geschmack der Rheinländer, denn Leverkusen führte 13:12. Dann aber hatte Silje Brons Petersen ihren großen Auftritt. Am linken Flügel glänzend freigespielt, überwand die Dänin Leverkusens Torfrau Nele Kurzke mit einem platzierten Wurf aus spitzem Winkel.

So gab es schließlich nur zwei Teams, die nicht ganz zufrieden die Heimreise antraten. Neben Bayer Leverkusen waren dies die holländischen Gäste von Westfriesland SEW, die jedes Mal als Verlierer vom Feld kamen.

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