2. Handball-Liga: Nach 7:4-Führung in Beyeröhde noch eine 23:41-Schlappe

Höchste Saisonniederlage für Kirchhof

Einer der ganz wenigen Lichtblicke in einem schwachen Kirchhofer Team: Kim Mai, die mit ihrem Einsatz immerhin einige Siebenmeter herausholte, Foto: Kasiewicz

Beyeröhde. Sie hatten sich soviel vorgenommen, die Kirchhofer Handballerinnen. Hatten angesichts der Trierer Niederlage bei Sachsen Zwickau erstmals im Lauf der Saison die Chance, mit einem eigenen Sieg die Abstiegsplätze der 2. Liga zu verlassen. Stattdessen setzte es eine deutliche Niederlage.

Doch es blieb bei den guten Vorsätzen, denn umgesetzt wurden sie nicht. Stattdessen ging der Aufsteiger mit 23:41 (10:17) beim TV Beyeröhde unter und rutschte nach der höchsten Saisonniederlage auf den letzten Tabellenrang ab.

„Das war schwach, einfach nur schwach“, fasste Trainer Denk das Grauen sichtlich geknickt zusammen. Dabei hatte es so vielversprechend begonnen, denn bis zur 7:4-Führung (11.) seiner Mannschaft machte diese alles richtig - und danach alles falsch. Für Christian Denk war‘s, „als ob uns jemand den Stecker gezogen hätte.“

Statt im Angriff weiterhin mutig auf die Schnittstellen der gegnerischen Abwehr zu gehen, grassierte plötzlich die Verzagtheit in den Zweikämpfen, die prompt - und das reihenweise - verloren gingen. Statt den Ball schnell laufen zu lassen, um so gute Torchancen Tormöglichkeiten zu kreieren, wurde nun überhastet und unvorbereitet der Abschluss gesucht. Dazu gesellten sich „unnötige Zeitstrafen“ (Denk) sowie ein behäbiges Rückzugsverhalten, was einer Einladung an die Schnelle Mitte der Beyeröhder gleichkam. Kein Wunder, dass sich am Ende Tempogegenstoßspezialistin Michelle Steffes mit zehn Toren als treffsicherste Schützin ihres Teams feiern lassen konnte.

Die Folge: ein 8:0-Lauf der Gastgeberinnen, die über 12:7 (20.) bis zur Pause vorentscheidend auf 17:10 davon ziehen konnten. Die Disqualifikation für Marieke Blase (30.) gab Kirchhof dann den Rest, machte die Partie nach dem Wechsel für den Tabellensiebten zu einem Trainingsspiel. Kaum jemand im Gästeteam hatte noch Zug zum Tor, die Torfrauen Morf und Küllmer gingen mit unter und Sharelle Maarse fehlte bei ihrer Rückkehr noch die Bindung. Immerhin: Der verletzungsbedingte Ausfall von Izabella Nagy (Ellenbogenprellung) blieb unerwähnt und diente niemanden im SG-Lager als Alibi.

Einzige Lichtblicke: die A-Jugendliche Johanna Ulrich erzielte ihre ersten beiden Zweitliga-Treffer - vom Kreis, nachdem Kim Mai in den Rückraum gerückt war. Und dort als einzige mit ihrem Kampfgeist für etwas Gefahr sorgte. • Kirchhof: Morf, Küllmer; Puskar 3, Priolli 2, Nolte 3, Bänfer, Kühlborn 2, Wäscher, Maarse 1, Berz 3, Blase, Ulrich 2, Mai 7. SR: Schaban/Westphal. Siebenmeter: 6/2:6/4

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