Aufsteiger Kirchhof verliert trotz starker Leistung in Bremen mit 29:32

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Traurig über die verpasste Überraschung: die Kirchhofer Rückraumspielerin Diana Sabljak, die zwölf Treffer für den heimischen Zweitliga-Aufsteiger erzielte.

Bremen. Christian Denk, Trainer des Zweitligisten SG 09 Kirchhof, wusste um den „Knackpunkt“ einer unglücklichen 29:32 (15:14)-Niederlage des Aufsteigers zum Saisonstart bei Werder Bremen.

Zwei Fehlangriffe seiner Schützlinge in der 57. Minute nämlich, „die uns letztlich auf die Verliererstraße gebracht haben.“ Nach Bargers Ausgleich zum 28:28 traf die überragende Diana Sabljak zunächst den Innenpfosten, dann kassierte Dionne Visser, völlig frei vor dem Bremer Tor, nach einem erneuten Kirchhofer Ballgewinn ein (durchaus umstrittenes) Offensivfoul. Merle Heidergott kannte kein Erbarmen und erzielte mit zwei Treffern in Folge die 30:28-Führung (58.) für die Gastgeberinnen, auf die der tapfere Neuling keine Antwort mehr hatte.

„Total schade“ fand das Rückraumspielerin Sabljak, „denn wir waren richtig gut im Spiel.“ Folglich lief zunächst alles nach Matchplan. Die eigene 6:0-Deckung mit den offensiven „Halben“ Kim Mai und Christin Kühlborn ließ Bremens hochgelobten Rückraum nicht zur Entfaltung kommen. Das Zentrum machte der Mittelblock Boonkamp/Sabljak dicht, so dass auch die erfahrene Kreisläuferin Nele Osterthun kein Land sah.

Im Angriff zog Leona Svirakova effektvoll die Fäden, ließ Ball und Gegner laufen und setzte sowohl die Außen wie auch ihre Nebenleute im Rückraum immer wieder in Szene. So machte der Neuling aus einem 0:2-Rückstand (2) eine 5:2-Führung (8.), kontrollierte das Spiel, ohne allerdings davon ziehen zu können. „Wir haben zu viele freie Chancen liegen lassen“, klagte der SG-Coach über das einzige Manko seiner Mannschaft.

So blieb Bremen dran und profitierte von seiner starken Bank. Die eingewechselte Rückraumspielerin Lotta Heinrich hielt Werder mit drei Toren vor der Pause im Spiel. Und nach Vissers Treffer zum 21:18 für den Neuling (38.) belebte ein Torwartwechsel (Alexandra Meyer für Meike Anschütz) die Norddeutschen. In Überzahl (Zeitstrafe für Kühlborn) brachte die frühere Bad Wildungerin Alina Otto ihr Team mit zwei Treffern wieder heran. Und nach zwei Treffern von Rückraumspielerin Heidergott, die spät auftaute, drohte sogar die Wende (23:21, 42.).

Doch Kirchhof bewies Moral, so dass Kreisläuferin Visser per Siebenmeter und Karolina Bijan zum 24:24 (47.) ausgleichen konnten. Mit dem 28:27 (57.) nährte die starke Rechtsaußen dann sogar wieder die Kirchhofer Siegeshoffnungen vor einem „Herzschlag-Finale“, in dem laut Denk „die etwas cleverere Mannschaft“ die Oberhand behielt. Auch weil sie in der Schlüsselsituation das nötige Glück auf ihrer Seite hatte. • Kirchhof: Siggaard, Demianczuk, Küllmer; Grothnes, Lucas, Boonkamp 1, Nolte, Muchocka, Kühlborn 5, Svirakova 3, Sabljak 12/6, Bijan 5, Visser 3, Mai. SR: Fedtke. Z: 275. 

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