2. Bundesliga: Priolli kann wieder länger spielen

Kirchhof möchte Zwickau ärgern

Kim

Zwickau/Kirchhof. Neun, Acht, Fünf, Drei - das sind die Endplatzierungen, die den Aufschwung des BSV Sachsen Zwickau in der 2. Handball-Bundesliga der Frauen dokumentieren. Eine hohe Hürde also für die SG 09 Kirchhof, die am Samstag (17 Uhr) bei den Sächsinnen gefordert ist.

„Wir wollen Zwickau ärgern, solange es geht und zumindest kämpferisch mithalten“, macht Kirchhofs Kapitänin Christin Kühlborn deutlich. Kein unmögliches Unterfangen, denn den BSV plagen einige Sorgen. Die Lücken der Leistungsträgerinnen Claudia Stein (Laufbahnende) und Nele Kurzke (wechselte zu Erstligist Leipzig) sind nach drei Siegen und zwei Niederlagen noch nicht geschlossen.

Der neue Trainer Karsten Knöfler, der sich zuvor mit dem SSV Dornbirn Schoren in Österreich für den Europapokal qualifiziert hatte, muss zudem auf die Langzeitverletzten Theresa Loll (früher Bad Wildungen) und Annika List (beide Kreuzbandriss), Stefanie Hopp (Kreuz- und Innenbandriss) verzichten. „Es wird natürlich extrem schwer, den dritten Platz zu wiederholen, wenn man bedenkt, dass wir solch schwerwiegende Verluste haben“, erklärt Knöfler.

Wohlwissend, dass er mit der angeschlagenen Kapitänin Stefanie Pruß, der Kroatin Petra Starcek, der Litauerin Daiva Aleksandraviciute und den jungen Deutschen Christina Zuber sowie Nicole Lederer (kam aus Leipzig) eine top Auswahl hat, um eine starke Abwehr zu formen, die überwiegend 6:0 deckt. Und mit Linksaußen Jenny Choinowski eine der stärksten Linksaußen der Liga neben sich weiß, die in den vergangenen Duellen Kirchhof bei Tempogegenstößen vor Probleme stellte.

So auch im April 2014, als eine Aufholjagd der SG 09 nach 1:7-Rückstand beim 30:31 in Zwickau nicht belohnt wurde. Dabei feierte Kim Mai ihre Premiere in der 2. Liga. Seitdem hat die 19-Jährige eine tolle Entwicklung genommen und übernimmt Verantwortung. Mit zehn verwandelten Siebenmetern gehört die Kreisläuferin zu den Besten dieser Disziplin. Entlastet werden könnte sie nun von Raphaela Priolli. Die Brasilianerin ist ihrer Rückenbeschwerden ledig und wird nach Auskunft von Coach Christian Caillat mehr zum Einsatz kommen können als zuletzt. „Wir müssen lernen, lockerer zu werden und im Angriff geduldig spielen“, gibt der Franzose seinem Team mit auf den Weg. (sbs) Foto: Kasiewicz/nh

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.