2. Bundesliga: Packende Partie endet 28:28

Kirchhof punktet gegen Herrenberg

Treffsicher: Diana Sabljak (am Ball) warf acht Tore bei Kirchhofs 28:28 gegen Herrenberg. Hier entwischt die Kroatin Anika Lippert. Foto: Hahn

Melsungen. Die Handballerinen der SG 09 Kirchhof haben den Stresstest bestanden. Eine Nervenschlacht im Spiel der 2. Bundesliga gegen die SG H2Ku Herrenberg, in der sie in letzter Sekunde beim 28:28 (14:11) einen Punkt holten.

„Am Ende war es wie ein Sieg. Wir haben immer an uns geglaubt“, sagte Spielmacherin Danique Boonkamp. Durch das vierte ungeschlagene Spiel in Serie festigt Kirchhof den zehnten Platz und liegt zum Ende der Hinrunde fünf Punkte bei deutlich besserer Tordifferenz vor dem ersten Abstiegsplatz - auch wenn der Vorletzte BSV Sachsen Zwickau beim 31:26 in Trier seinen dritten Sieg feierte.

Auf Zwei-Punkte-Kurs lag die SG 09 eine Halbzeit lag gegen den Tabellennachbarn. Vor 380 Zuschauern erwischten die Grün-Weißen einen Traumstart und führten nach vier Minuten nach Toren von Boonkamp, Christin Kühlborn und Leona Svirakova 3:0. Bei der Rückkehr von Trainer Hagen Gunzenhauser zeigte sich Herrenberg keineswegs geschockt. Die Gäste standen sicher in der Deckung, wechselten geschickt durch und lieferten Kirchhof einen Kampf auf Augenhöhe.

Mehr noch. Die Kuties wurden nach der Pause stärker, holten Tor um Tor auf und konterten Kirchhof phasenweise aus. Vor allem die Rückraumspielerinnen Lea Neubrander (8 Treffer) und Sulamith Klein (6) waren kaum zu stoppen. Lediglich vom Punkt versagten dem Gunzenhauser-Team die Nerven. Da gab die eingewechselte Torfrau Paula Küllmer mit zwei Paraden bei Strafwürfen gegen die Schwestern Lea und Sarah Neubrander entscheidende Impulse.

„Wir waren schon tot“, wusste SG-Coach Christian Denk mit Blick auf die zwischenzeitlichen 21:24 (48.) und 24:27 (54.) Rückstände. Eiskalt trotz mehrfacher zweifelhafter Entscheidungen der Schiedsrichter gegen ihr Team blieben Diana Sabljak (3, davon 2 Siebenmeter) und Christin Kühlborn, die Kirchhof doch noch das zweite Unentschieden der Runde sicherten. Und das kollektiv wie einen Sieg feierten. • Kirchhof: Siggaard, Demianczuk, Küllmer - Grothnes, Lucas, Boonkamp 5, Nolte, Muchocka 1, Kühlborn 4, Svirakova 2, Sabljak 8/3, Ringleb 2, Bijan, Visser 6, Mai. Herrenberg: Lide, Elbert - Kussmaul, Klein 6, Bok 1, S. Neubrander, Foth 3/1, Effinger, L. Neubrander 8, Gebhard 4, Putzke 4, Beddies, Leppert 1, Tuc 1. SR: Fedke/Wienrich. Z: 380. Siebenmeter: 3/3:6/2. Zeitstrafen: 10:6 plus Rote Karte gegen Klein (60., hartes Foul an Visser).

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