2. Liga: Aufsteiger SG 09 Kirchhof peilt mit vier Neuzugängen Klassenerhalt an

SG 09 Kirchhof mit links und Plan B

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Kirchhofs Trainer Christian Denk präsentiert seine Neuzugänge: (von links) Leona Svirakova, Katarzyna Demianczuk und Karolina Bijan. Es fehlt Spielmacherin Paulina Muchocka, die nächste Woche zum Zweitliga-Aufsteiger stößt. 

Kirchhof. Auf ein Neues! Elf Jahre 2. Liga hat die SG 09 Kirchhof seit dessen Einführung 1981 auf dem Buckel – und konnte sich trotzdem nicht als Dauergast im Handball-Unterhaus fühlen.

Nun sind die heimischen Handballerinnen wieder zurück. Natürlich mit dem Ziel des Klassenerhalts nebst der Vision, sich in der Zweitklassigkeit auf längere Sicht zu etablieren.

„Eine große Herausforderung“, weiß Trainer Christian Denk. Schließlich müssen vier der 16 Mannschaften absteigen, schließlich hat der 33-Jährige den Abstieg vor einem Jahr noch in frischer Erinnerung. Und daraus seine Lehren gezogen: „Wir dürfen uns keine Schwächephasen erlauben und müssen als eingeschworene Einheit auftreten.“

Das wiederum setzt die schnelle und reibungslose Integration der vier Neuzugänge voraus, mit denen vermeintliche und in der 2. Liga nicht zu kaschierende Schwächen der Aufstiegsmannschaft behoben werden sollen. Allen voran die Verpflichtung von zwei Linkshänderinnen für die rechte Angriffsseite: Karolina Bijan von Bayer Leverkusen und Leona Svirakova von DHC Sokol Poruba.

„Dadurch können wir unser Spiel breiter anlegen und sind schlechter auszurechnen“, freut sich Kapitänin Christin Kühlborn über die neuen taktischen Möglichkeiten im Positionsangriff, die auch der Linksaußen mehr Raum bescheren könnten. Dazu kommt im Rückraum mit Paulina Muchocka (von Kram Start Elblag) eine neue, international erprobte Spielmacherin. Der „Königstransfer“, den der SG-Coach zum „Kopf der Mannschaft“ wie einst Cristina Mihai auserkoren hat. Vorschusslorbeeren verteilt auch Rechtsaußen Bijan, die die 33-Jährige aus vielen Duellen in der polnische ersten Liga kennt: „Von Paulina können wir viel lernen.“

Erfahrene Torfrau

Trotz der Verstärkungen wird allerdings am erfolgreichen Spielsystem nicht gerüttelt. Es gilt, so Kirchhofs B-Lizenz-Inhaber, das eigene, in der 3. Liga so erfolgreiche Konterspiel auch eine Klasse höher durchzusetzen. Grundlage dafür: die aggressive und höchst offensiv ausgelegte 6:0-Deckung, die nun aber durch eine defensivere Variante ergänzt werden soll: „Wir brauchen in der 2. Liga einen Plan B.“

Dazu passt die Verpflichtung von Torfrau Katarzyna Demianczuk (von KPR Kobierzyce), von deren internationaler Erfahrung die jungen Frederikke Siggaard und Paula Küllmer zehren sollen. Auch um den „enormen mentalen Druck“ (Denk) angesichts des zu erwartenden harten Abstiegskampfes etwas zu reduzieren.

Kein Frage, die SG hat diesmal personell vorgesorgt. Christian Denk sieht sie deshalb auf Augenhöhe mit mindestens 13 Teams, so dass nach oben wie unten einiges möglich ist. „Die Liga ist so ausgeglichen, dass sich wohl fast alle Konkurrenten erstmal nach unten absetzen wollen“, so seine Einschätzung.

In der Hoffnung, dass der viel versprechende personelle Mix des Aufsteigers zur angestrebten Geschlossenheit führt. Und diese zum sicheren Klassenerhalt, um danach aus den zuletzt üblichen Stippvisiten im Unterhaus einen längeren Aufenthalt zu machen.

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