2. Bundesliga: Kurpfalz Bären siegen dank stärkerer Bank bei der SG 09

27:30 - Kirchhofs Moral bleibt unbelohnt

Alle auf die Nummer 15: Hier wird Diana Sabljak von Rebecca Engelhardt (links) und Lena Feiniler bearbeitet. Kirchhofs „Eisblock“ bestand die Prüfung gegen den Tabellenzweiten Kurpfalz Bären mit Bravour, verlor aber dennoch mit Kirchhof 27:30. Foto: Kasiewicz

Melsungen. Sie haben gekämpft wie Löwinnen. Dem Tabellenzweiten Kurpfalz Bären alles abverlangt. Allein: Dr dritte Heimsieg in Serie für die SG 09 Kirchhof wollte nicht gelingen. Mit einer 27:30 (14:17)-Niederlage geht der Neuling als Tabellen-13. in die WM-Pause.

„Mit dieser Leistung hätten wir gegen die meisten Mannschaften der Liga gewonnen. Kleinigkeiten haben entschieden“, sagte SG-Coach Christian Denk. Dazu gehörte fehlendes Glück, weil Würfe von Diana Sabljak (3.), Karolina Bijan (19.) und Kim Mai (20.) an Pfosten oder Latte landeten. Das verhinderte in der Anfangsphase, dass Kirchhof den Favoriten noch mehr in Bedrängnis brachte. Über 3:2 (6., Dionne Visser), 6:5 (10., Sabljak) war’s bis zum 9:9 (17., Sabljak) ein Duell auf Augenhöhe.

Allerdings nur, weil bei Kirchhof der Mittelblock Schwerstarbeit leistete. Sabljak und Danique Boonkamp verteidigten vehement. Und wer Einsatz an blauen Flecken bemisst, der muss den Hut vor der Nummer 15 ziehen. „Wahnsinn, wie sich Diana wieder zerrissen hat“, lobte Denk den „Eisblock“, wie die Kroatin liebevoll genannt wird. Die zudem in puncto Treffsicherheit den überragenden Carmen Moser (Halblinks) sowie den starken Außen Sophia Sommerrock (rechts) und Rebecca Engelhardt in nichts nachstand.

Kaum eine Hand an den Ball brachte indes Katarzyna Demianczuk in ihrem ersten Einsatz als Kapitänin – und wurde nach 19 Minuten durch Frederikke Siggaard im Tor ersetzt, die tadellos parierte. Während diese Maßnahme von Denk griff, lag er bei Franziska Ringleb und besonders Karolina Muchocka daneben. Elf Minuten durfte sich die Spielmacherin beweisen. In dieser Phase zogen die Bären über 14:11 (25.) auf 21:16 davon.

Mit Sabljak, Boonkamp und der emsigen Karolina Bijan standen gleich drei SG-Spielerinnen 60 Minuten auf der Platte. Die Gäste wechselten munter durch. „Die Bank war ein großer Vorteil“, sagte Kurpfalz-Trainerin Kathrin Schneider. Lange ließ sich ihr Team nicht beirren, lag stets mit drei, vier Treffern vorn. Auch ein Verdienst von Torfrau Sabine Stockhorst, die da war, als sie gebraucht wurde.

Dank starker Moral und mit lautstarker Unterstützung der Fans kam Kirchhof nach einer Auszeit beim Stande von 24:27 (54.) noch einmal ran. Sabljak und Boonkamp (2) verkürzten mit Wucht aus dem Rückraum auf 27:28 (58.). Dann kassierte Kirchhof einen zweifelhaften Siebenmeter, den Moser sicher verwandelte. „Wir sind in der hitzigen Atmosphäre ruhig geblieben und genießen die Tabelle als Momentaufnahme“, sagte Schneider, deren Team nun zehn Punkte vor Kirchhof liegt. Im Vergleich in der Stadtsporthalle war’s da deutlich knapper. • Kirchhof: Siggaard (ab 19./11 Paraden/18 Gegentore), Demianczuk (bis 19./3/11), Küllmer (bei einem 7 m) - Grothnes 2, Lucas, Berz, Boonkamp 5, Muchocka, Svirakova 1, Sabljak 11/4, Ringleb, Bijan 5, Visser 3, Mai. Bären: Stockhorst (16/27), Melching - Michels 1, Feiniler 1, Sommerrock 6, Brand 2, Marmodee 1, Fackel 2/1, Fabritz, Michl 1, Moser 10/4, Engelhardt 6, Eckhardt. SR: Heinz/Lenhardt. Z: 428. Siebenmeter: 5/5:6/5. Zeitstrafen: 8:6-Minuten.

Von Sebastian Schmidt

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.