2. Bundesliga: Junges Team der SG 09 Kirchhof holt ersten Punkt – Nagy trifft elf Mal

Mai krönt Meisterleistung

So sieht’s aus: Kim Mai, hier im Archiv gegen Rödertal, hatte in Zwickau allen Grund zur Freude. Foto: Kasiewicz

Zwickau. Das ist eine konsequente Weiterentwicklung: Beim 24:25 gegen den HC Rödertal war die Aufholjagd unvollendet geblieben. Beim 23:32 gegen Werder Bremen leistete sich die SG 09 Kirchhof gar einen Stromausfall. Um sich beim hoch gehandelten BSV Zwickau nach zwischenzeitlichem 11:21-Rückstand zurückzumelden und am Ende beim 29:29 (9:17) den ersten Punkt nach dem Wiederaufstieg zu feiern.

„Das war eine wahnsinnige Explosion der Freude“, frohlockte Christian Caillat nach dem ersten gewonnen Zähler unter seiner Regie. Drei der Jüngsten, die vom Alter her locker ins Juniorteam passen, hatten daran einen großen Anteil. Denn erstmals stand nicht die Schweizerin Karina Morf die meiste Zeit zwischen den Pfosten, sondern Paula Küllmer: „Sie hat ihren Job gut gemacht und die Chance genutzt. Paula hat toll gehalten und gute Pässe für den Tempogegenstoß gespielt“, lobte Caillat die 16-Jährige.

Vier Jahre älter ist Johanna Stockschläder. Allerdings sammelte sie ihre Erfahrung fast ausschließlich auf Linksaußen und ist nun in Kirchhof auf der Mitte gefragt. Gut, dass die mit Zweitspielrecht ausgestattete Nummer drei in der vergangenen Woche dreimal mit der SG 09 trainieren konnte. „Johanna war sehr diszipliniert und wird für uns immer wichtiger“, sagte Caillat, der „Stocki“ erstmals über 60 Minuten einsetzte.

Sich durchgebissen hat Raphaela Priolli. Die Abwehrchefin bildete zusammen mit Izabella Nagy einen starken Mittelblock. Alternativen waren rar, denn Marieke Blase fehlte, weil sie beim Thüringer HC in der Championsleague für die Partie bei Podravka Vegeta Koprivnica gebraucht wurde.

Auch deshalb schien bis zur Pause (9:17) eine Vorentscheidung gegen Kirchhof gefallen zu sein, weil die einfachen Tore ausblieben. „Unsere Kapitänin Christin und unser Trainer haben uns dann in der Kabine gesagt, wir sollen die Köpfe nicht hängen lassen und einfach alles geben“, erklärte Kim Mai. Gesagt, getan. Ein 11:21-Rückstand nach 35 Minuten? Egal. Tor um Tor holten die Grün-Weißen auf. Sorgten dafür, dass Zwickau immer unsicherer wurde.

Dennoch sah’s über 26:19 (49.), 26:23 (52.) und 29:25 (57.) stark nach einem Heimsieg aus. Doch dann trat Izabella Nagy auf den Plan und verwandelte drei Siebenmeter in Serie. Die Nerven lagen beim BSC nun blank. Christina Zuber und Petra Starcek kassierten Zeitstrafen. Der hoch aufgeschossene Mittelblock war somit weg. Noch drei Sekunden auf der Uhr. Einwurf. Nagy nimmt den Ball und sieht Kim Mai, die „knochenfrei“ steht - wie es die Kreisläuferin beschreibt - und trifft. „Der Punkt fühlt sich wie ein Sieg an“, jubelte die 19-Jährige, die vor zwei Jahren in gleicher Halle ihre Feuertaufe in der 2. Liga hatte. • Kirchhof: Küllmer (20. - 40. und ab 47.), Morf - Stockschläder 3, Priolli 1, Nagy 11/5, Nolte 2, Kühlborn 6, Maarse 1, Berz, Ullrich, Mai 5/1. SR: Borchardt/Grude (Altlandsberg). Z: 423. Siebenmeter: 4/3:6/9. Zeitstrafen: 8:6. (sbs)

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