2. Bundesliga: Ersatzgeschwächte SG Kirchhof geht in Neckarsulm mit 12:35 unter

Küllmer einziger Lichtblick

Verhinderte eine noch höhere Kirchhofer Niederlage : die eingewechselte Torfrau Paula Küllmer. Foto: Kasiewicz

neckarsulm. Es kam, wie es wohl kommen musste: Das letzte Aufgebot der SG 09 Kirchhof ging bei der SU Neckarsulm, dem souveränen Tabellenführer der 2. Handball-Bundesliga unter. Der SU Neckarsulm unterlag der arg ersatzgeschwächte Aufsteiger mit 12:35 (6:18) und fiel damit wieder auf den vorletzten Tabellenplatz zurück.

„Das sind Welten aufeinander geprallt“, gestand SG-Trainer Denk in böser Vorahnung der Schlappe angesichts der ungleichen Kräfteverhältnisse. Dazu gesellte sich bei den Gastgebern eine spürbare Bundesliga-Euphorie („Die haben richtig Bock auf die erste Liga“), denn 1000 Zuschauer verwandelten die Halle in einen Hexenkessel. Und in dem hatten ihre Heldinnen nach der letzten Heimniederlage gegen Bensheim-Auerbach auch noch etwas gut zu machen hatten.

Und kannten folglich kein Erbarmen, gingen gleich ein höllisches Tempo. Dem konnte die Kirchhofer 6:0-Abwehr zu Beginn noch halbwegs Paroli bieten, hatte den Favoriten einige Male nahe am Zeitspiel, ohne davon indes profitieren zu können. Denn es fehlte jegliche Durchschlagskraft im Angriff, was angesichts des Ausfalls fast des kompletten Rückraums (Maarse, Blase, Nagy) durchaus erklärbar war. Dazu kam eine aggressive 6:0-Deckung der Gastgeberinnen mit einer starken Torfrau Katrin Rüttinger, die fast nichts zuließ. So brauchte die SG fast zehn Minuten für ihr erstes Tor durch Kim Mai zum 1:6. „Wir sind gegen eine Wand gelaufen“, erklärte Christian Denk.

Dabei hatte der Kirchhofer Coach taktisch alle Register gezogen. Es mit sieben Feldspielerinnen, mit zwei Kreisläuferinnen, mit Lisa-Marie Berz auf der Mitte (damit Christin Kühlborn auf ihre Stammposition auf Linksaußen zurückkehren konnte) versucht - alles vergeblich. Neckarsulm zog über 14:3, 18:6 und 26:10 Richtung höchsten Saisonsieg. Einziger Gäste-Lichtblick: die nach 10 Minute eingewechselte Paula Küllmer, die mit ihren Paraden eine noch höhere Niederlage verhinderte.

Das tat weh, doch Zeit die Wunden zu lecken, hat die SG nicht. „Wir müssen diese Pleite abhaken“, sagt der SG-Trainer. Mit Blick auf das kommende Heimspiel gegen Nellingen (Sa. 17 Uhr), bei dem die Karten - hoffentlich - neu gemischt werden. • Neckarsulm: Rüttinger 1, Anker; Kalmbac 5, Hoffmann 5, Wolf 1, Breitinger, Gerber 4, Fischer 3, Kaufmann 1, Tisseker 7/2, Daniels, Ineichen 1, Vojtsikova 4. Kirchhof: Morf, Küllmer (ab 10.); Puskar, Priolli 2, Nolte, Bänfer, Kühlborn 2/1, Wäscher 3, Bärz, Ulrich, Mai 5/2. SR: Heinz/Lehnhardt. Siebenmeter: 3/2:5/3. Zeitstrafen: 4:8-Minuten.(ohm)

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