2. Liga: Schlusslicht chancenlos

Küllmer verhindert Kirchhofer Desaster

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Paula

Trier. Christian Denk war beeindruckt - und enttäuscht. Beeindruckt von der mit 800 Zuschauern gefüllten Trier Arena, enttäuscht dagegen von der Leistung seiner Schützlinge.

„Ich hätte mir schon etwas mehr Gegenwehr gewünscht“, erklärte der Trainer der SG 09 Kirchhof angesichts einer 22:34 (9:19)-Niederlage des Schlusslichts bei DJK/MJC Trier.

Eine, die nach 32 Minuten gar in ein Desaster hätte münden können, denn da führte der hoch überlegene Bundesliga-Absteiger mit 21:9, konnte das Duell mit den ziemlich indisponierten Gästen in ein lockeres Trainingsspiel verwandeln. Im Angriff spielten Regisseurin Zivile Jurgutyte und die Rückraumlinke Lucia Weibelova mit der SG-Deckung Katz und Maus (Denk: „Wir waren immer einen Schritt zu spät und mit den Gedanken scheinbar schon bei der Abschlussfahrt“). Und die Trierer Abwehr profitierte von zahlreichen technischen Fehlern der Kirchhoferinnen, die insbesondere Tina Welter in Tempogegenstoßtore umzumünzen wusste.

Arg gehandicapt

Natürlich war der Aufsteiger durch zahlreiche Ausfälle (ohne Priolli, Morf, Nolte und Blase sowie mit einer angeschlagenen Mai) arg gehandicapt. Natürlich konnte es für ihn unter diesen Umständen nur um Schadensbegrenzung gehen. Trotzdem war das für Christian Denk keine hinreichende Erklärung für die eklatante Zweikampfschwäche seiner Mannschaft.

Immerhin: Sein Appell kurz nach der Pause fruchtete. „Reißt Euch zusammen“, forderte er von seinen Spielerinnen - und die konnten in er Tat den Schalter nochmal umlegen, die Partie bis zum Ende ausgeglichen gestalten. Dank einer eigenen Leistungssteigerung insbesondere in der Defensive, aber auch weil der Gegner durchwechselte und ein bis zwei Gänge zurückschaltete. Dessen Revanchegelüste für die 25:26-Hinspielniederlage waren längst befriedigt.

Drei Lichtblicke

Trotz aller Kritik hatte der SG-Coach auch drei „Lichtblicke“ ausgemacht: Paula Küllmer, Hannah Grothnes und Izabella Nagy. Die junge Torfrau wartete mit 16 Paraden auf und verhinderte so eine noch höhere Niederlage. Die Außenspielerin aus dem Juniorteam erzielte ihre ersten fünf Zweitliga-Tore. Und die Ungarin schraubte bei ihrer Abschiedsvorstellung ihr Torkonto auf 165, womit sie unter die Top-Ten der Zweitliga-Torjägerinnen (9.) rutschte. Ansonsten wurde die 23. Saisonniederlage vom Trainer schnell abgehakt, während sich seine Spielerinnen schon auf die Abschlussfahrt nach Mallorca freuten. (ohm) • Kirchhof: Küllmer, Morf; Grothnes 5/2, Priolli, Nagy 8, Bänfer, Kühlborn 3, Wäscher, Maarse 1, Berz 1, Ulrich 1, Mai 3. SR: O. Frankholz/P. Frankholz Siebenmeter: 6/3:3/2. Zeitstrafen: 2:8-Minuten. 

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