2. Bundesliga: SG 09 trotz 22:30 in Mainz 47 Minuten lang mit neuer offensiver Abwehr gleichwertig

Maarse und Berz überzeugen

Sie hat noch einmal alles gegeben: Kirchhofs Lisa-Marie Berz (rechts), hier zu sehen im Spiel gegen den TV Beyeröhde und Laura-Cornelia Sosnierz. Archivfoto: Kasiewicz

Mainz. Eine gute Vorstellung über 47 Minuten wurde nicht belohnt: Die Handballerinnen der SG 09 Kirchhof haben in der 2. Bundesliga mit 22:30 (14:14) bei der FSG Mainz 05/Budenheim verloren.

„Die Leistung macht Mut und ist ein Blick in die Zukunft“, sagte Christian Denk. Kirchhofs Trainer hatte die Gastgeberinnen mit einer offensiven und selten praktizierten 3:3-Deckung überrascht. Bestnoten verdienten sich dabei Sharelle Maarse und Lisa-Marie Berz, die zusammen mit Dauerbrennerin Kim Mai den Spielaufbau des Gegners empfindlich störten. Tamara Heinzelmann (5 Tore) und die Ex-Kirchhoferin Laura Spatz (2, ehemals Schmitt) kamen folglich kaum zur Entfaltung. „Teilweise waren die Mädels bis auf 15 Meter draußen und sind marschiert ohne Ende“, lobte der Trainer das Duo, das zuletzt weniger Spielanteile hatte.

Nur phasenweise kam die gewohnte 6:0-Abwehr zum Einsatz. Dann nämlich, wenn die Kräfte schwanden, wobei es ausgerechnet im bewährten Muster nicht so gut klappte. Bei der neuen Variante hatten die Gäste maximal das Rückzugsverhalten zu bemängeln. Begründet damit, dass Maarse (Abwehr) und Izabella Nagy (Angriff) sich abwechselten und vereinzelt die Ordnung verloren ging. Nagy bildete gemeinsam mit Marieke Blase den Mittelblock. Die Brasilianerin Rafhaela Priolli drückte erstmals über 60 Minuten die Bank.

Auch im Angriff stellte die SG 09 den Tabellenzwölften vor Probleme. Etwa durch die treffsicheren Nagy und Blase (beide 7), die gereifte Christin Kühlborn phasenweise als Spielmacherin oder etwa, als deren Schwester Sandra mit Leibchen die siebte Feldspielerin gab und zum zwischenzeitlichen 8:9 (19.) erfolgreich war. Bis dahin und danach war’s über 4:4 (11.), 13:12 (28.), 18:18 (37.) bis zum 20:21 (47.) ein Duell auf Augenhöhe.

Solange eben, bis die Energiereserven ob der neuen Abwehrvariante aufgebraucht waren, was die Mainzerinnen zum entscheidenden 8:0-Lauf zum 29:20 (59.) ausnutzten. Erleichtert durch die Rote Karte nach dritter Zeitstrafe gegen Kim Mai (53.), für die in der Schlussphase Laura Nolte an den Kreis rückte, während ihren Part auf Rechtsaußen die 17-Jährige Andra Lucas übernahm. Im Tor kam Paula Küllmer zum Einsatz. Auch das sind Optionen für die Zukunft, die nun mit Gewissheit 3. Liga heißt. • Kirchhof: Küllmer, Morf - S. Kühlborn 1, Lucas, Priolli, Nagy 7/1, Nolte 2, Bänfer, C. Kühlborn 1, Wäscher, Maarse, Berz 1, Blase 7, Mai 3/2. SR: Drechsler/Hutner. Z: 190. Siebenmeter: 3/2:3/3. Zeitstrafen: 8:12 Minuten. (sbs)

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