2. Bundesliga: Beste Leistung im Kirchhof-Trikot – und das auf der Königsposition

Muchocka setzt starkes Zeichen

Entschlossenheit pur: Kirchhofs Paulina Muchocka (am Ball vor Zwickaus Petra Nagy) war nach der Pause ein belebendes Element in Abwehr und Angriff gegen Sachsen Zwickau. Foto: Kasiewicz

S ie war der Königstransfer nach dem Aufstieg. Die Spielerin, die in ihrer ersten Auslandsstation ein junges Team führen sollte. Und ihre Mannschaft, die SG 09 Kirchhof, punktete auch fleißig in der 2. Handball-Bundesliga. Paulina Muchockas Anteil daran? Überschaubar.

Lediglich ein Dutzend Treffer waren der 33-Jährigen bei 13 Kurz-Einsätzen gelungen. Gleich neun Mitspielerinnen haben da (deutlich) mehr zu bieten. Die Halbzeitpausen verbrachte die Polin meistens auf der Platte, um mit den Talenten Hannah Grothnes und Andra Lucas die Torhüterinnen warm zu halten.

„Das Team hat ohne mich stark gespielt, deswegen verstehe ich, dass ich mich von der Bank anbieten musste“, gibt Muchocka offen zu. Als erste ordentliche Ansätze kamen, zwickte die Wade. Kirchhof gewann ohne sie gegen Werder Bremen (33:29) und bei Union Halle-Neustadt (30:28). Schon in der Hinrunde hatten Blessuren die als Spielmacherin eingeplante Rechtshänderin zurückgeworfen. Auch die deutsche Sprache macht ihr noch zu schaffen.

Und dann das. 15:24 hieß es zur Pause gegen den BSV Sachsen Zwickau. „Ran“ durfte sie nicht auf der geliebten Mitte, sondern auf ihrer Alternativ-Position im linken Rückraum. Es gibt dankbarere Aufgaben. Doch die erfahrene Muchocka hat sie angenommen – und mit Bravour bestanden. „Paulina war unser Lichtblick. Sie hat der Deckung wieder Stabilität gegeben und war im Angriff richtig stark“, lobte Christian Denk die Nummer neun.

Von der Königsposition gab sie als Taktgeberin mit ruhiger Hand die Richtung vor, als hätte sie nie etwas anderes bei der SG 09 getan. Mit fünf blitzsauberen Treffern aus der zweiten Reihe, klugen Zuspielen und Schwerstarbeit in der Deckung hätte sie der Partie beinahe noch eine Wende verliehen.

Das I-Tüpfelchen blieb ihr verwehrt, als sie kurz vor Schluss die Latte traf. „Wir haben gekämpft, aber es war leider zu spät. Wir sollten aus der zweiten Halbzeit Mut schöpfen“, sagt Paulina Muchocka – und darf sich selbst am meisten angesprochen fühlen. (sbs)

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