Kirchhof-Gegner: SG H2Ku Herrenberg profitierte vor der Runde von Leipzig-Insolvenz

Der neue Trainer ist der alte

Hagen Gunzenhauser

Kirchhof/Herrenberg. Heute geht die Hinrunde der 2. Handball-Bundesliga zu Ende. Sicher ist bereits vor der Partie gegen SG H2Ku Herrenberg (Anwurf 18 Uhr, Stadtsporthalle Melsungen), dass die SG 09 Kirchhof die Klasse bereichert. Drei Siege in Serie feierte das Team von Trainer Christian Denk, zuletzt am Mittwoch vor lediglich 150 Zuschauern in Berlin (27:26). Auf deutlich mehr Fans können die Grün-Weißen gegen Herrenberg bauen, denn mit durchschnittlich 521 Zuschauern gehört Kirchhof als Tabellendritter zu den Publikumsmagneten.

DER TRAINER

Hagen Gunzenhauser ist der Mann, der mit dem Team vergangene Saison sportlich abstieg, um dann als zweiter Sportlicher Leiter im Verein im Hintergrund zu arbeiten. Ein Angebot als Trainer hatte er nach fünf Jahren im Amt aus beruflichen und privaten Gründen abgelehnt. Seit einer Woche ist er der Nachfolger seines Nachfolgers Ogu Nwagbara. 2010 hatte Gunzenhauser den aktuellen deutschen Meister Bietigheim in die 1. Liga geführt.

DER KADER

Personell hat sich einiges getan. Vom Team, das 2016 zwei Mal (25:24, 36:17) gegen Kirchhof gewann, sind nur noch wenige übrig. Vor der Saison kamen Carolin Tuc (TV Nellingen), Saskia Putzke (TSV Haunstetten), Aylin Bok (SG Bietigheim) sowie die Talente Joelle Arno und Celine Effinger, um sechs Abgänge zu kompensieren. DAS SAISONZIEL

Ganz nüchtern: Herrenberg will beweisen, dass es zurecht in der 2. Liga ist. Denn das Team war sportlich vergangene Saison abgestiegen und bereitete sich zwei Monate lang zweigleisig vor. Erst die Insolvenz des HC Leipzig verbunden mit dem Rückzug in die 3. Liga Ost ermöglichte dem Verein südwestlich von Stuttgart das Ticket für die 2. Liga. DIE AUFSTELLUNG

Im Tor steht seit Jahren die erfahrene Monika Linde, die auf eine der besten Deckungen der Klasse bauen kann. Kreisläuferin Anika Leppert sowie die Rückraum-Asse Sulamith Klein (links), Kerstin Foth (Mitte) und Sarah Neubrander (rechts) sind in der Abwehr schwer zu überwinden. Im Angriff hat Junioren-Nationalspielerin Lea Neubrander, die jüngere Schwester von Sarah, mit 69/12 Treffern als Linksaußen die beste Quote. Auf Rechtsaußen wirbelt mit Lisa Gebhard die dienstälteste Spielerin.

DIE FORM

Mit 12:14 Punkten liegt das Team absolut im Soll. Die meisten Partien waren eng umkämpft mit vergleichsweise wenigen Treffern. Seit drei Spielen (24:24 bei den Kurpfalz Bären, 22:26 bei der TG Nürtingen, 24:25 gegen DJK/MJC Trier) warten die Kuties, wie sich die SG nennt, auf einen Sieg. (sbs) Foto: privat

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.