2. Liga: SG in Bremen vor schwerer Aufgabe - Denk warnt vor Werder-Rückraum

Personelle Fragezeichen

Ein wegweisendes Duell: die Kirchhhoferin Christin Kühlborn (l.) gegen die Bremerin Marilena Niemann, die dem heimischen Zweitligisten im Hinspiel (sechs Tore) arg zu schaffen machte. Foto:: Kasiewicz

kirchhof. Ein zarter, aber entschiedener Hinweis aufs Hinspielergebnis könnte einem Trainer für das Rückspiel durchaus als Motivationshilfe dienen. Wenn beispielsweise eine Mannschaft eine deftige Pleite kassierte und nun im zweiten Duell die Chance auf Wiedergutmachung hat. Wie die Handball-Zweitligist SG 09 Kirchhof, der beim 23:32 gegen Werder Bremen auf der ganzen Linie versagte.

Trotzdem verzichtet Christian Denk darauf. „Das Hinspiel ist kein Thema“, sagt der SG-Coach vor dem erneuten Aufsteigerduell in der Hansestadt (Sa. 18.30 Uhr, Klaus-Dieter-Fischer Halle). Der eigene Blick geht nur soweit zurück, wie seine eigene Amtszeit als Nachfolger des zurück getretenen Christian Caillat hergibt. 6:4 hat das lange abgeschlagene Schlusslicht seitdem geholt und auch bei der letzten 23:30-Niederlage bei der HC Rödertal keineswegs enttäuscht. Zumindest 45 Minuten nicht, „als wir einem richtig starken Gegner Paroli geboten haben.“

Darauf gilt es aufzubauen und noch einige Verbesserungen vorzunehmen. Etwa bei der Abstimmung im Mittelblock. Dazu gesellen sich allerdings einige personelle Fragezeichen in Form angeschlagener Spielerinnen (Lisa-Marie Berz, Marieke Blase) und eines Neuzugangs (Kitti Puska), der zwar spielberechtigt, aber keineswegs im Team integriert ist. Ebenso ungewiss, ob die Ungarin - beruflich noch in Basel gebunden - überhaupt rechtzeitig zu ihrer neuen Mannschaft stößt.

Beim Gastgeber fehlt weiterhin Spielmacherin Rabea Neßlage, was die Bremerinnen zuletzt hervorragend kompensiert haben. Kein Wunder, verfügen sie doch mit Jennifer Börsen (Mitte), Merle Heidergott (links) und Marilena Niemann (rechts) über einen starken Rückraum, der Kirchhof schon im ersten Duell arg zu schaffen machte. Dazu kommt eine „super zweite Welle“ (Denk), auf die die Werderanerinnen auch gegen die SG bauen wollen. „60 Minuten Vollgas geben“, lautet die Parole von Trainer Patrice Giron.

Verarbeitet und überwunden ist die zwischenzeitliche Schwächephase von 0:14-Punkten, „als wir richtig Lehrgeld zahlen mussten.“ Das bekam im letzten Spiel auch Mainz-Bretzenheim (33:28) zu spüren. Für den Werder-Trainer „ein Meilenstein im Abstiegskampf, wenn wir nun gegen Kirchhof nachlegen können.“ Das ist das Ziel, um erstmals seit Wochen die Abstiegsränge zu verlassen. Für die SG geht es darum, das frisch gesichtete rettende Ufer nicht wieder aus den Augen zu verlieren. (ohm)

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