„Phasenweise“ stark reicht nicht 

Christian Denk traurig – Danique Boonkamp spielfreudig – Swantje Heimburg effektiv

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Blühte als Regisseurin auf: Kirchhofs Danique Boonkamp (links), hier gestört von Pia Frederike Dietz (Halle-Neustadt).

Melsungen. Auch ein Trainer braucht schon mal eine gewisse Zeit, um sich in ein Spiel hinein zu fuchsen. Bei Christian Denk waren es 18 Minuten.

Nach zehn schickte der Coach der SG 09 Kirchhof in einer ersten Auszeit Kim Mai als zweite Kreisläuferin gegen den SV Halle-Neustadt aufs Feld, was nicht unbedingt fruchtete. Denn: Trotz zweimaliger Unterzahl zog der Titelanwärter der 2. Handball-Bundesliga nach einer Viertelstunde auf 11:6 davon. In einer zweiten Auszeit stellte der SG-Coach mit der Einwechslung von Rechtsaußen Karolina Bijan auf eine eher orthodoxe Angriffsformation mit zwei Linkshänderinnen auf der rechten Seite um - und hatte Erfolg damit. Denn: Sein gut harmonierender Rückraum drehte auf, wobei Danique Boonkamp ihre neuen Spielmacherqualitäten offenbarte. „Phasenweise hatten wir einen richtig guten Lauf und konnten zeigen, was wir können“, erklärte die spielfreudige Holländerin. Wusste aber auch, dass „phasenweise“ nicht gut genug war, um diesem individuell so stark besetzten Gegner mehr als ein enges 29:31 abzutrotzen.

„In der ersten Halbzeit stand unsere Deckung nicht und in der zweiten haben wir in einige Situationen zu hastig abgeschlossen“, brachte Kirchhofs Trainer die Mängelliste trotz keineswegs enttäuschender Leistung seiner Schützlinge auf den Punkt. Verbunden mit der Überzeugung, „dass heute mehr drin war.“

Zumal er selbst in der Schlussphase noch mal nachhaltig eingriff. Seine dem Team verordneten 4:2 bzw. 3:3-Deckung behagte der Mannschaft von Jörgen Gluver überhaupt nicht, machte die zwischenzeitlich eindeutige Sache sogar noch mal spannend - und nötigte dem Sieger Respekt ab.

„Kirchhof hat uns einiges abverlangt“, gestand die Ex-Kirchhoferin Swantje Heimburg. Die Rechtsaußen überzeugte an alter Wirkungsstätte mit vier Toren bei fünf Versuchen. Und bestätigte, „dass wir in dieser Saison endlich in die 1. Liga aufsteigen wollen.“ So gesehen, hatte sich der Neuling wirklich gut aus der Affäre gezogen. Was indes nichts daran änderte, dass der SG-Coach zumindest einem Punkt hinterher trauerte. 

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