2. Liga: Kirchhof bei Mainz-Bretzenheim gefordert

Mit Priolli und Blase ins Aufsteiger-Duell?

Rafhaela

Kirchhof. Auch eine Niederlage kann dem Verlierer Mut machen statt ihn zu frustrieren. Das 23:30 der SG 09 Kirchof gegen die Vulkan-Ladies Koblenz/Weibern war so eine.

„Die Stimmung ist gut“, sagt Christian Caillat, Trainer des heimischen Handball-Zweitligisten. Nach dem Kraftakt gegen das Starensemble des Bundesliga-Absteigers und vor dem Aufsteigerduell bei der SG TSG/DJK Mainz-Bretzenheim (Sa. 19.30 Uhr).

Die Stimmung könnte noch besser werden. Dann nämlich, wenn Rafhaela Priolli ins Team zurückkehrt. Grünes Licht vom Vereinsarzt hat die Linkshänderin, allerdings sind ihre Rückenbescherden noch nicht vollständig abgeklungen, so dass auch eine Schonung der Rückraumspielerin vor dem ersten spielfreien Wochenende in Betracht gezogen wird.

Mit der Brasilianerin würden die Aktien beim Neuling ohne Frage erheblich steigen. Schließlich ist die 26-Jährige im Mittelblock eine Bank und im Rückraum könnte sie für mehr Druck sorgen. Zusammen mit Marieke Blase (Zweitspielrecht), die gegen Weibern ebenfalls schmerzlich vermisst wurde.

„In Mainz ist für uns etwas drin“, strahlt dann auch SG-Leiterin Renate Denk Optimismus aus. Allerdings ist Vorsicht vor dem Zweckpessimismus von Gastgeber-Trainer Piffkowski geboten, der Kirchhof zum Favoriten macht: „Wir müssen uns in dieser Liga noch akklimatisieren.“

Beim 18:19 gegen Bensheim/Auerbach sah das nicht so aus. Denn: Sein Team hatte den Favoriten am Rand einer Niederlage, führte nach 23 Minuten mit 11:5 und auch nach 46 noch mit 15:13. Möglicherweise spielentscheidend war die Verletzung von Rückraumspielerin Lea Schuhknecht (22.), die aber gegen Kirchhof wieder dabei ist. Sie bildet zusammen mit Larissa Platen und Michelle Chwalek eine äußerst bewegliche Aufbaureihe. Viel Torgefahr geht auch von Kreisläuferin Lara Leuckefeld aus.

Die Stärke des Neulings, bei dem mit Susanne Dohe eine der wenigen erfahrenen Spielerinnen ausfällt, liegt allerdings in der Abwehr. „Wir kommen über den Kampf“, weiß Stefan Piffkowski. Also bereitet sein Kollege Christian Caillat seine Mannschaft auf eine „starke 6:0-Deckung mit einer exzellenten Torfrau“ (Gina von Gilgenheimburger) vor. Und setzt seinerseits darauf, „dass wir den nötigen Mut für eine effektive erste und zweite Welle aufbringen.“ Also den kommenden Gegner mit seinen eigenen Mitteln schlagen. Einer, der mit dem vorausgegangenen wenig bis nichts gemein hat. (ohm) Foto: Kasiewicz

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