Priolli garantiert Tore – Talente dürfen sich zeigen

Kirchhof verliert Härtetest gegen Celle mit 23:34

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Durchgetankt: Hier behauptet sich Kirchhofs Neuzugang Izabella Nagy (links) gegen die Cellerinnen Tina Wagenlader und Milica Covic (Nummer 19).

Melsungen. „Ich habe gesehen, was ich sehen wollte. Vor allem in der ersten Halbzeit haben das die Mädels sehr gut gelöst", freute sich Coach Christian Caillat. Sein Team, die SG 09 Kirchhof, hat sich im Härtetest gegen Handball-Bundesligist SVG Celle ordentlich präsentiert, aber mit 23:34 (15:20) verloren.

Besonders gefordert waren Abwehrchefin Raphaela Priolli und Neuzugang Izabella Nagy im Mittelblock. Denn weil Marieke Blase noch zehn Tage am Knie verletzt fehlt, mussten beide 60 Minuten beißen. „Das war schon um einiges besser als beim Turnier in Kleenheim vor einer Woche. Noch haben wir Zeit“, erklärt Kapitänin Christin Kühlborn. Bis zum 10:10 (17.) agierten die Gastgeberinnen sogar auf Augenhöhe mit den Niedersächsinnen.

„Dann waren wir fünf Minuten nicht ganz auf der Höhe“, wusste Caillat. Celle nutzte es prompt aus, kam am Kreis durch Tina Wagenlader und später Natasha Ahrens immer wieder zu einfachen Toren. Die wiederum fehlten der SG 09. Kunst und Kraft waren für Treffer des Zweitliga-Neulings notwendig. Denn Celles Torfrauen Chantal Pagel (erste Halbzeit) und Turid Arndt verstanden ihr Handwerk.

Gut für Kirchhof, dass Neuzugang Nagy mehrere Wurfvarianten im Repertoire hat und gleich mehrfach locker ansatzlos aus dem Handgelenk traf. Noch wichtiger: Priolli schickt sich an, aus dem Schatten der abgewanderten Torjägerin Cristina Mihai zu treten und feuerte in schöner Regelmäßigkeit aus der zweiten Reihe ab. Fünf Mal mit Erfolg, fünf weitere Treffer landete sie mit Siebenmetern und staubte zudem zu ihrem elften Tor ab, als Arendt ausnahmsweise vom Punkt parieren konnte (46.).

Das war der Treffer zum zwischenzeitlichen 20:27, als der Sieg der Gäste längst feststand. Die Folgezeit nutzte Christian Caillat aus, sich bei den eigenen Talenten zu bedanken. Denn Torfrau Paula Küllmer, Kreisläuferin Johanna Ulrich sowie Linksaußen Lea Immelnkämper zählen zu den Jugendlichen, die dem kleinen Kader im Training aushelfen, weil weitere (notwendige) Verstärkungen (noch) auf sich warten lassen.

„Der Austausch klappt gut. Zur Not müssen wir eben noch enger zusammen rücken“, macht Kapitänin Christin Kühlborn vor dem letzten Test am Sonntag bei Drittligist SG Handball Bad Salzuflen und dem ersten Pflichtspiel am 12. September TSV Haunstetten im bayrischen Augsburg deutlich.

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