Simone Larsen Poulsen konnte noch nicht zeigen, was sie kann

SG 09 Kirchhof: Rückkehrerin frustriert

Abgezogen: In dieser Szene kommt Marieke Blase (HSG Bad Wildungen) gegen Kirchhofs Neuzugang Simone Larse Poulsen (l.) zu spät. Foto: Kasiewicz

Melsungen. Sie war genervt, keine Frage. Unzufrieden mit einigen fruchtlosen Kurzeinsätzen in ihrer neuen, alten Mannschaft. „Ich wollte zeigen, dass ich wieder da bin. Doch mit 70 Prozent Leistungsvermögen geht das nicht“, sagte Simone Larsen Poulsen, nachdem ihre Mannschaft beim Heinrich Horn Gedächtnisturniers gerade mit 11:21 gegen die HSG Bad Wildungen Vipers verloren hatte. Dabei stand der Königstransfer der SG 09 Kirchhof nur wenige Minuten auf dem Feld, konnte als Spielmacherin des heimischen Handball-Drittligisten gegen den Erstligisten aus der Nachbarstadt natürlich keine Akzente setzen.

Ein dicker Fuß, zugezogen im vorausgegangenen Testspiel gegen Ketsch, hinderte die 27-Jährigen daran. Eine Verletzung, die ihre Vorbereitung auf die Saison arg beeinträchtigte, nachdem die Dänin erst wenige Tage zuvor zur Mannschaft gestoßen war.

Die mit dem Kirchhofer Team, das die Spielmacherin 2014 nach dem Abstieg aus der 2. Liga verlassen hatte, nur noch wenig gemein hat. Die neue SG ist „ganz, ganz jung“, was der Routinier „gut und schlecht“ findet. „Gut“, weil die Talente um Spielführerin Christin Kühlborn „nur so vor Ehrgeiz sprühen und sich in jedem Training voll reinhauen.“ Weniger gut: Kaum einer kennt die 2. Liga, das Wunschziel der SG, „kaum einer weiß, was es braucht, um sich dort festzubeißen“ (L.P.).

Genau da setzt ihre Mission ein. Einer Spielerin, die gerade zwei Jahre erste Liga (in Bietigheim) hinter sich hat und die ihre jungen Nebenleute führen soll. „Natürlich hoffe ich, dass die Mannschaft von meiner Erfahrung profitieren kann“, erklärt die Rückkehrerin, „doch dazu muss auch ich mich erstmal auf die 3. Liga umstellen.“

Das ist Neuland für Larsen Poulsen, die nach dem zweiten, wegen einer schweren Ellenbogenverletzung eher verkorksten Jahr in Bietigheim schon an das Ende ihrer Karriere gedacht hatte. Nun aber neue Motivation aus der neuen Aufgabe schöpft, die sie sich auch selbst gestellt hat: „Ich will mit der SG zurück in die 2. Liga und damit nach dem unnötigen Abstieg auch etwas gut machen.“ Dazu, weiß die Rückraumspielerin, muss sie sich mit ihren neuen Kolleginnen so schnell wie möglich einspielen. Drum hellte sich ihre Miene zumindest am zweiten Tag etwas auf, nachdem sie gegen Blomberg/Lippe und Kleenheim ihre wahren Qualitäten zumindest aufblitzen lassen konnte.

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