2. Bundesliga: SG 09 Kirchhof möchte als nächstes Ziel die Rote Laterne abgeben

Rückraum in der Pflicht

Jetzt wird wieder in die Hände geklatscht: Rafhaela Priolli (links) Laura Nolte haben mit der SG 09 Kirchhof den starken Tabellendritten TSV Haunstetten zu Gast und wollen an die klasse Vorstellung beim 26:25 gegen Trier anknüpfen. Foto: Kasiewicz

Kirchhof. Jetzt haben sie ein neues Etappenziel! Die Handballerinnen der SG 09 Kirchhof nämlich, die nach dem ersten Saisonsieg (26:25 gegen Trier) nun die Rote Laterne in der 2. Bundesliga abgeben wollen. Schon nach dem Heimspiel gegen den TSV Haunstetten (Sa. 18 Uhr, Stadtsporthalle Melsungen)?

„Erstmal langsam. Die sind Dritter, wir Letzter - also ist Haunstetten klarer Favorit, den wir so lange es geht ärgern wollen“, stapelt Christian Denk tief. In Bestbesetzung möchte der neue Coach weiter an der neuen offensiven 6:0-Deckung unter Wettkampfbedingungen feilen und somit die starke Vorstellung aus dem zweiten Durchgang gegen Trier bestätigen. Da blieb Kirchhof 20 Minuten lang ohne Gegentreffer und hatte zwischenzeitlich einen 12:0-Lauf (25:21 nach 13:21) - beides auf diesem Niveau rekordverdächtig.

„Die Zuschauer haben uns dabei phantastisch unterstützt. Das brauchen wir am Samstag wieder“, setzt Denk auf den Faktor Fans. Und damit auf Mutmacher von den Rängen für seine Rückraumspielerinnen. Denn denen dürfte mit Blick auf die Statistik aus dem 17:24 im Hinspiel schwindelig werden. Nur sechs (!) Treffer gelangen Sharelle Maarse (3), Marieke Blase (2) und Izabella Nagy (1) aus dem Spiel heraus, zudem war Rafhaela Priolli zweimal per Siebenmeter erfolgreich. Allein Laura Nolte (7) stemmte sich am ersten Spieltag offensiv gegen eine Niederlage.

„Wir müssen die Nerven behalten und uns echt etwas einfallen lassen, denn Haunstettens 3:2:1-Deckung wird uns keine Zeit zum Nachdenken lassen. Also müssen wir schnell handeln und immer in Bewegung sein“, erklärt Christian Denk. Auch hier dient die jüngste Vorstellung als Ansporn, weil Blase mehrfach den „Hammer“ auspackte, Nagy ihr feines Wurfrepertoire präsentierte und die Außen Christin Kühlborn sowie Laura Nolte klug die Angriffe abschlossen.

„Wir sind vorgewarnt und müssen auf alle aufpassen“, mahnt TSV-Trainer Herbert Vornehm. Und liefert derweil eine einfache Erklärung, warum sein Team die unorthodoxe Abwehrformation beherrscht. „Wir sind körperlich unterlegen, also müssen wir den Gegner möglichst weit weg vom Tor halten.“

Während die meisten Spielerinnen seines Teams zum ersten Mal in Melsungen gastieren, war der 56-Jährige 2003 schonmal bei der SG 09. Damals als Schiedsrichter in der 2. Bundesliga. In der Saison also, als unter Gernot Weiss der Aufstieg in die 1. Liga gelang. Nachfolger Christian Denk wäre naturgemäß mit jedem Punkt, der die Rote Laterne vertreibt, bereits zufrieden. (sbs)

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