2. Liga: SG verliert Aufsteigerduell

Rumpfteam ohne Chance

Izabella

Bremen. Das war mindestens ein Ausfall zu viel. Nach Marieke Blase (wir berichteten) musste bei der SG 09 Kirchhof mit Rafhaela Priolli (Rückenprobleme) kurzfristig eine zweite Stammkraft des heimischen Handball-Zweitligisten passen, so dass der im Aufsteigerduell bei Werder Bremen chancenlos war. Und mit 30:38 (13:21) im 20. Saisonspiel die 15. Niederlage kassierte. Da gleichzeitig Mainz-Bretzenheim ein überraschender 25:23-Erfolg gegen Weibern gelang, fielen die Denk-Schützlinge wieder auf den vorletzten Tabellenplatz zurück.

„Wir haben versucht, das Beste rauszuholen. Mehr war nicht drin“, resümierte Linksaußen Christin Kühlborn, die selbst im linken Rückraum ran musste. Eine von vielen nötigen Improvisationen angesichts der extremen Personalnot (insgesamt „ohne Drei“), die Neuzugang Kitti Puskar ein überraschendes Debüt im SG-Trikot bescherte. Die musste mit Landsfrau Izabella Nagy gleich im Mittelblock ran, was aufgrund völlig fehlender Abstimmung natürlich nicht gut gehen konnte.

So zog Werder gleich mal auf 5:0 davon. Die SG brauchte für ihr erstes Tor durch Nagy 6:26 Minuten, kam dann aber besser ins Spiel, so dass Puskar auf 7:11 (11.) verkürzen konnte. Ein kurzes Hoch, weil Marilena Niemann, Jennifer Börsen und Lena Janssens postwendend auf 10:4 erhöhten.. Auch das steckten die Kirchhoferinnen weg und stabilisierten sich nach einer Abwehrumstellung. Der Lohn: Beim 10:6 durch zwei Tore in Folge durch Kim Mai und Rica Wäscher (15.) waren sie wieder halbwegs dran.

Dann aber drehten die Bremerinnen noch mehr auf. Ob aus dem Rückraum mit der starken Jennifer Börsen (7), vom Kreis (Osterthun 4) oder über außen (mit der Flügelzange Friedrichs/Janssens) – der Mitaufsteiger war von allen Positionen gefährlich und nahm die SG-Deckung regelrecht auseinander. Dazu kam ein unwiderstehlicher Tempogegenstoß und reichlich personelle Alternativen. Sogar die lange Zeit verletzte Rabea Neßlage war wieder dabei und erzielte drei Siebenmetertore.

So drohten die Kirchhoferinnen beim 32:18 nach 43 Minuten regelrecht unterzugehen. Doch sie wehrten sich und bewiesen eine intakte Moral, die auch Trainer Christian Denk „imponierte“. Die letzte Viertelstunde ging sogar mit 9:6 an die SG, was insbesondere der Treffsicherheit von Izabella Nagy zu verdanken war. • Kirchhof: Morf, Küllmer; Puskar 3, Nagy 12/2, Nolte 1, Kühlborn 3, Wäscher 7, Berz, Mai 4. SR: Kruska/Lange. Siebenmeter: 5/3:7/5. Zeitstrafen: 8:6-Minuten.(ohm)

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