2. Bundesliga: 

SG 09 Kirchhof: Neuzugang Jana Schaffrick im Porträt

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Macht eine gute Figur in Kirchhof: Die neue Kreisläuferin Jana Schaffrick. 

Das ist mal eine Herkulesaufgabe: Mit Dionne Visser und Kim Mai verließen gleich zwei starke Kreisläuferinnen den Handball-Zweitligisten SG 09 Kirchhof.

Als alleinige Nachfolgerin wurde Jana Schaffrick vom SV Werder Bremen verpflichtet – eine 20-Jährige, die bei den Norddeutschen hinter Nele Osterthun zweite Wahl war. „Das Vertrauen von Kirchhof macht mich stolz und ich habe richtig Bock, mich hier zu beweisen“, betont Schaffrick. 

Um den Anforderungen gerecht zu werden, schiebt sie fleißig Extra-Schichten. Die Frühaufsteherin joggt regelmäßig vor der Arbeit, ihrer Ausbildung im dritten Lehrjahr zur Rechtsanwalts- und Notarfachangestellten. Dort läuft sie – natürlich – auch täglich 15 Minuten pro Strecke hin. Und wenn es der pralle Terminkalender zulässt, schindet sie sie beim Crossfit. Um noch kräftiger, beweglicher und schneller auf den Beinen zu werden.

Das macht Eindruck Im Team. Und auch bei Trainer Christian Denk: „Jana passt perfekt zu uns und unserem System. Sie ist wie ein Terrier.“ Damit stellt der Coach besonders die Abwehrqualitäten des Neuzugangs heraus. Die Grafschafterin deckt bevorzugt bissig auf halbrechts und soll den Rückraumspielerinnen der Gegner auf den Königspositionen die Abschlüsse vermiesen.

Im Angriff agiert sie indes ganz anders als etwa Visser. Sie nimmt sich weniger Abschlüsse, sondern stellt vielmehr Sperren, die Kirchhofs Rückraumspielerinnen um Diana Sabljak nutzen sollen.

Neuer Spitzname wird gesucht

Apropos Sabljak. Ausgerechnet hier hat Kirchhof nun ein Problem. Eines, für das niemand etwas kann. Und das der nordhessischen Mundart geschuldet ist. Denn jetzt fühlen sich regelmäßig beide Spielerinnen angesprochen – auch wenn nur eine gemeint ist. Zwischen Ansagen für „Diana“ und „Die Jana“ besteht akustisch nämlich kaum ein Unterschied.

Als Lösungsansatz wird die Kreisläuferin manchmal „Ricky“ gerufen. Damit kann sie sich aber nicht anfreunden. Noch weniger mit „Schaffi“. Pfiffige Lösungen sind also willkommen. Nur eines ist sicher: Die Frohnatur, die ein Herz für Hunde hat, wird alles daran setzen, nicht mit Dionne Visser oder Kim Mai verglichen zu werden. Sie möchte als Jana Schaffrick Spuren bei der SG 09 hinterlassen. Wohlwissend um die Schwere der Aufgabe, den Löwenanteil am Kreis stemmen zu müssen.

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