Trainer hofft auf "neue Energie"

SG 09 Kirchhof: Neuzugang Nela Zuzic im Porträt

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Hände hoch: Kirchhofs neue Torfrau Nela Zuzic in Aktion beim Test gegen Kleenheim. 

Es gibt viele Gründe, sich nicht freiwillig in ein Handballtor zu stellen. Für Nela Zuzic keine Triftigen. Als die Kroatin mit acht Jahren begann, Handball zu spielen, hatte sie schnell ihre Lieblingsposition gefunden.

„Ich wollte das Feld nicht hoch und runter laufen und habe es lieber in Kauf genommen, mal einen Ball ins Gesicht zu bekommen“, beschreibt der Neuzugang der SG 09 Kirchhof die Ursprünge ihrer Karriere.

Schnell habe sie auch gemerkt, wie wichtig, ja spielentscheidend diese Position sei, was ihren Reiz nur noch vergrößerte. Dass die 23-Jährige, in der 2. französischen Liga bei Le Havre als beste Torfrau ausgezeichnet, gerade in engen Spielen den Unterschied ausmachen kann, hat SG-Trainer Denk dazu bewogen, sein Trio im Kasten aufzumischen. Die eher ruhige Katarzyna Demianczuk musste gehen, die impulsive Nela Zuzic kam.

Exzellentes Stellungsspiel

Davon verspricht er sich „neue Energie“ für den heimischen Zweitligisten, insbesondere für Zuzic‘ Mitstreiterinnen Paula Küllmer und Frederikke Siggaard. Sein Kalkül: Durch unterschiedliche Stärken werden alle drei aufgewertet. Die „Neue“ hat ein exzellentes Stellungsspiel, ist gerade über Außen schwer zu überwinden, besticht durch einen genauen Gegenstoßpass. Und arbeitet auch mit ihrem Mittelblock sehr gut zusammen.

Jetzt also mit Landsfrau und Freundin Diana Sabljak, mit der sie nach ihrem Wechsel von ihrem Heimatklub Vukovar drei Jahre beim Erstligisten Tresnjevka Zagreb zusammen spielte. Mit 19 trennten sich ihre Wege. Ihre führten sie nach Frankreich (zu den Zweitligisten Le Havre und Sambre Avesnois) und dazwischen nach Norwegen (2016/17 beim Erstligisten Gjerpen).

Nun treffen sie sich wieder, was natürlich auch ein Grund für den Wechsel nach Kirchhof war. Darüber hinaus „die gute Mischung aus jungen und erfahrenen Spielerinnen“ (Zuzic) bei der SG, mit dem sie ein großes Ziel hat. „Ich will mit der Mannschaft in die 1. Liga aufsteigen.“

Ein „Wunsch“, mit dem sie sich und ihr neues Team keineswegs unter Druck setzen will. Aber durchaus ein Symptom für ihren Ehrgeiz, der ja durchaus eine ansteckende Wirkung entfalten kann. Auf jeden Fall neue Energie.

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