Duell der Überraschungsteams

SG 09 Kirchhof wird in Herrenberg gefordert

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Christian Denk

Herrenberg/Kirchhof. Mit einem Höhepunkt endet die Saison der SG 09 Kirchhof in der 2. Handball-Bundesliga. Denn Gegner SG H2Ku Herrenberg ist neben den Grün-Weißen das Überraschungsteam des Jahres (Sa. 18 Uhr, Sporthalle Schießtäle).

Wer gewinnt, beendet die Runde (mindestens) als Vierter. Herrenberg könnte die Serie sogar als Dritter beenden, wenn die Kupfalz Bären Ketsch parallel im zweiten Verfolgerduell beim SV Union Halle-Neustadt verlieren sollte. „Das ist noch einmal eine richtige Aufgabe, die wir lösen wollen. Unsere Ziele haben wir alle längst erreicht“, weiß Kirchhofs Trainer Christian Denk.

Motivation für die SG 09 ist, dass es in drei Vergleichen mit den „Kuties“ noch keinen Sieg gab. Nach zwei Niederlagen in der Saison 2015/2016 erkämpfte Kirchhof im Hinspiel ein 28:28 – mit letztem Einsatz, weil drei Tage zuvor der Auswärtssieg in Berlin verarbeitet werden musste. Das Remis in Melsungen war der erste Auftritt von Hagen Gunzenhauser. Das ist Herrenbergs Tausendsassa: Ex-Coach, Sportlicher Leiter, nun Interimstrainer nach dem Rücktritt von Ogu Nwagbara und bald wieder im Management tätig. Mit Mike Leibssle wurde frühzeitig ein Nachfolger verpflichtet. Das ist der Ehemann der ehemaligen ungarischen Nationalspielerin Barbara Leibssle-Balog und noch Sportlicher Berater bei Erstligist TV Nellingen.

Gunzenhausers Verdienst: Fußend auf eine – ähnlich wie Kirchhof – offensive und bissige Deckung um die groß gewachsene Anika Leppert als Chefin startete Herrenberg eine Aufholjagd, nachdem vor einem Jahr nur die Klasse gehalten wurde, weil Leipzig insolvent ging. Am Aufschwung beteiligt sind sechs starke Rückraumspielerinnen um die Schwestern Lea und Sarah Neubrander. Letztgenannte wird ebenso wie Leppert ihre Karriere beenden. Sulamith Klein schließt sich Drittligist TV Möglingen an.

„Deswegen werden sie hoch motiviert sein und sind auch für nächste Saison stark zu beachten“, weiß Denk, der das gleiche Personal wie beim 43:31 vor zwei Wochen gegen Berlin an Bord hat. An der Spitze Kapitänin Christin Kühlborn, die im Mittelblock decken könnte, und Diana Sabljak, der mit 238/80-Treffern die Torjägerkanone praktisch nicht mehr zu nehmen ist.

Elisa Führ bekommt Chance

Elisa Führ rückt in der kommenden Saison in den Anschlusskader der SG 09 Kirchhof auf. Die 18-Jährige soll zweimal wöchentlich mit dem Zweitliga-Team trainieren. Die flexible Rückraumspielerin reift seit 2005 in Kirchhof und warf vergangene Runde 27 Tore in der Oberliga. „Elisa hat eine tolle Entwicklung genommen und soll langsam an ein höheres Niveau herangeführt werden“, sagt Christian Denk. Kirchhofs Trainer hat seinem Kader einen individuellen Trainingsplan ab dem 1. Juni konzipiert. Offiziell geht es am 12. Juli wieder los.

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