2. Bundesliga: Mitte-Spielerin will Kirchhof gegen Beyeröhde zu ersten Sieg verhelfen

Stockschläders Vorfreude

Sie nimmt den Ball gern auf: Johanna Stockschläder (rechts), hier im Spiel gegen den HC Rödertal, will sich mit der SG 09 Kirchhof im Heimspiel gegen den TV Beyeröhde beweisen. Foto: Kasiewicz

Kirchhof. Endlich ist sie richtig „da“. Bereit, der SG 09 Kirchhof im Abstiegskampf der 2. Handball-Bundesliga zu helfen. Dank der Erstliga-Pause trainiert die mit Zweitspielrecht ausgestattete Johanna Stockschläder voll bei den Grün-Weißen mit. Und hat nun mit ihrem Team einen für sie ganz besonderen Gegner vor der Brust: den TV Beyeröhde (Sa. 18 Uhr, Stadtsporthalle Melsungen).

Denn der Verein aus dem Wuppertaler Stadtteil Langerfeld wird seit 2011 von Meike Neitsch gecoacht. Die 52-Jährige, die unter ihrem Mädchennamen Bötefür 135 Mal für Deutschland spielte, ist die Entdeckerin der Bad Wildunger Leihgabe. „Ich freue mich riesig auf das Wiedersehen. Meike ist eine tolle Trainerin, wegen ihr bin ich damals nach Leverkusen gewechselt“, sagt die Mitte-Spielerin, die über TSG Adler-Dielfen und TVE Netphen 2011 den Weg in den Nachwuchsbereich von Bayer Leverkusen fand. Mit Stockschläder entwickelten sich bei Bayer die Münch-Zwillinge Sandra und Mandy sowie Jennifer Jörgens. Das sind jetzt drei Fixpunkte in Beyeröhde, wo Neitsch in der fünften Saison auf der Bank sitzt.

„Stocki hat wunderschöne Finten drauf und ist variabel einsetzbar. Das Zweitspielrecht ist gut für sie“, sagt die TVB-Trainerin. Und weiß, dass es ihr Team kaum so leicht haben wird wie der TV Nellingen, der Kirchhof zuletzt beim 47:33 eine Lehrstunde erteilte. „Das müssen wir abhaken und einfach wieder aufstehen. Wir sind eine Mannschaft, die zusammenhält“, betont Stockschläder, die neben Sharelle Maarse und Izabella Nagy eine der drei Kanditinnen ist, um das Spiel ruhiger vorzutragen.

Ihre Stärken sind die Eins-gegen-eins-Situationen, während Maarse und Nagy über härtere Würfe verfügen. Zudem weist die 20-Jährige ebenso wie Marieke Blase (Zweitspielrecht vom Thüringer HC) Erstliga-Erfahrung auf. Gibt die Motivatorin wie Blase und natürlich Kapitänin Christin Kühlborn. „Stocki trainiert stark, passt gut zu den Mädels und wird ihre Spielanteile bekommen“, erklärt Christian Caillat, ohne sich festlegen zu wollen, wer am Samstag beginnen darf.

Bald hat der Franzose sogar eine vierte Option, weil Rica Wäscher zurück im Training ist und gegen Beyeröhde erstmals in dieser Serie im Kader steht. Die 19-Jährige hatte sich im Abschlusstraining vor dem ersten Spiele gegen den TV Haunstetten (17:24) einen Riss des Außenbandes sowie einen Knorpelschaden zugezogen.

Während Wäscher erstmal froh ist, dabei zu sein, möchte sich Johanna Stockschläder auf der Mittelposition beweisen und ihren Teil zum bitter benötigten ersten Saisonsieg beitragen. Mit einer ähnlich starken Leistung wie vor zehn Monaten im Bad Wildunger Dress beim Spiel in Leverkusen, als ihr vier blitzsaubere Tore gelangen. Staunend unter den Zuschauern: Ihre Entdeckerin Meike Neitsch.

Von Sebastian Schmidt

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.