2. Handball-Bundesliga

Nach Niederlage gegen BSV Sachsen Zwickau: Super-Serie endet bitter für SG 09 Kirchhof 

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Es war zum Verzweifeln: Kirchhofs Dionne Visser, die sich im Kreise der treffsichersten Kreisläuferinnen der 2. Liga etabliert hat, unterlag mit der SG 09 gegen Sachsen Zwickau.  

Melsungen. Die Chance auf eine Revanche und auch die schöne  Serie ist futsch. Nach 11:1-Punkten in Folge hat Kirchhof einen Dämpfer kassiert. 

Wie schon im Hinspiel unterlag der Neuling dem BSV Sachsen Zwickau. Diesmal mit 35:38 (15:24).

Traurige Gesichter, hängende Köpfe und ein schwerer Gang zu den treuen Fans – das hatte es für den starken Neuling seit dem 26. November 2017, dem 27:30 gegen die Kurpfalz-Bären, nicht mehr gegeben. „Die Niederlage ist verdient, weil wir ganz schlecht ins Spiel gekommen sind und in der ersten Halbzeit nicht das gezeigt haben, was wir können“, sagte Trainer Christian Denk, dessen Team damit als Tabellenachter in der brutal engen Liga lediglich noch drei Minuspunkte vor dem BSV liegt – wenn auch mit weiterhin klar besserer Tordifferenz.

Torhüterin wirft zwei Tore

Fünf Spielerinnen der Gäste stellten Kirchhof vor unlösbare Probleme. Torfrau Ela Szott, Linksaußen Jenny Choinowski, Spielmacherin Silvia Sajbidor, Kreisläuferin Nadja Bolze und die wurfgewaltige Halbrechte Katarina Pavlovic. Bis zur 16. Minute konnte die SG 09 das kompensieren, weil im Angriff die Ausbeute stimmte. Karolina Bijan etwa verwertete ihre ersten vier Würfe im Positionsangriff zu Toren, ehe sie im fünften Versuch an Szott scheiterte. 13:13 stand es nach 16 Minuten. Ein Tor-Rekord lag in der Luft.

Dann machten die Sächsinnen kurzen Prozess. Szott wuchs über sich hinaus und bestrafte Kirchhofs kühnen Versuch, mit der siebten Feldspielerin zum Erfolg zu kommen, mit zwei Treffern in nur 30 Sekunden. Da wollte Regisseurin Sajbidor nicht nachstehen und schnürte ebenso wie die Ex-Wildungerin Bolze einen Doppelpack zum 24:15.

Der SG 09 drohte ein Debakel. Denk stellte zur Pause mächtig um. Am Kreis wechselten sich Dionne Visser (Angriff) und Kim Mai (Abwehr) ebenso ab wie Rechtsaußen Bijan (Angriff) und Laura Nolte (Abwehr). Auch Christin Kühlborn bekam eine Verschnaufpause und Hannah Grothnes durfte mal wieder etwas Zweitliga-Luft schnuppern.

Am effektivsten war freilich die Hereinnahme von Paulina Muchocka, die sich im linken Rückraum ein Fleißsternchen verdiente (siehe Extra-Artikel auf dieser Seite). „Immerhin hat die Mannschaft ihren tadellosen Charakter bewiesen. Am Ende hat die Aufholjagd zu viel Kraft gekostet und der Rückstand war einfach zu groß“, sagte Denk. Über 20:26 (37.) und 24:28 (48.) kam die SG 09 bis auf auf 33:35 (58.) heran. Zu wenig, um die Super-Serie fortsetzen zu können. Und jetzt kommt es knüppeldick: Spitzenreiter HL Buchholz 08-Rosengarten (17. Februar) und der Tabellenvierte TV Beyeröhde (24. Februar) sind die nächsten Gegner.

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