Die Super-Serie wackelt gewaltig

SG 09 Kirchhof plagen vor Partie in Halle arge Personalsorgen

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Szene aus dem Hinspiel: Kirchhofs Hannah Grothnes zieht ab und prüft die starke Torhüterin Anica Gudelj vom SV Union Halle-Neustadt, der als Aufstiegsaspirant in eigener Halle favorisiert ist. 

Kirchhof/Halle. Die Tabelle der 2. Handball-Bundesliga sorgt im Lager der SG 09 Kirchhof für mächtig gute Stimmung. Der Aufsteiger ist auf den siebten Platz geklettert. 

In der Blitztabelle der jüngsten fünf Partien ist die Mannschaft mit 9:1-Punkten bei einer Tordifferenz von plus 19 sogar Dritter. Minimal besser ist neben Spitzenreiter HL Buchholz 08-Rosengarten (der sogar 11 Siege in Serie landete) nur der SV Union Halle-Neustadt (9:1/+22). Dort ist die SG 09 nun am Sonntag (16 Uhr, Erdgas Sportarena Halle) zu Gast.

Zwei Fakten sorgen allerdings dafür, dass es keine Kampfansage aus Kirchhof nach Halle gibt. Zum einen ist das ein Angstgegner der SG 09. Von den vergangenen neun Duellen entschieden die Grün-Weißen nämlich nur eines für sich. Am 1. Oktober 2013 mit 24:23 im DHB-Pokal. In der 2. Bundesliga setzte es mit Ausnahme des 24:24 am 11. Mai 2013 ausschließlich Niederlagen. Viele davon waren deftig. Auch das 29:31 im Hinspiel war laut Trainer Christian Denk eindeutiger, als es das nackte Ergebnis vermuten lässt.

Wirklich überraschend ist das nicht, weil Halle-Neustadt seit Jahren die 1. Liga im Blick hat, wo die Wildcats nur einmal, nämlich in der Saison 1998/99 spielten. SV-Coach Jörgen Gluver war der einzige Trainer, der vor der Runde den Aufstieg als Ziel ausgab. Von 2005 bis 2007 und seit 2014 gab der Däne bei dem Team an der Saale die Richtung vor. Umso bitterer für den ehemaligen Kreisläufer, dass er erst ab Oktober aus gesundheitlichen Gründen pausieren musste, ehe der Verein mitteilte, dass sein Vertrag nach der Serie nicht verlängert wird.

Seitdem hat seine Co-Trainerin Bianka Eckardt das Zepter inne. Unter deren Regie hat die Mannschaft aus Sachsen-Anhalt alle Heimspiele gewonnen. Mit einem eingespielten Team und in Bestbesetzung. Darunter die starken Torhüterinnen Anica Gudelj, die Kirchhof im Hinspiel den Zahn zog, und Julia Plöger (kam von Spreefüxxe Berlin). Im Feld ist die aggressive 6:0-Deckung mit Pia Dietz und der wurfgewaltige Linkshänderin Helena Mikkelsen gefürchtet. Daneben ragen im Rückraum Nadine Smit (Mitte) und Mikaela Johannson (Halblinks) heraus. Auf Außen wirbeln die Ex-Kirchhoferin Swantje Heimburg (rechts) und Sarah Andreassen.

Viel Qualität auf allen Ebenen also, denen – und das ist der zweite Fakt gegen die SG 09 – viele Fragezeichen gegenüber stehen. Neben Paulina Muchocka, die wegen Wadenbeschwerden schon bei der starken Vorstellung ihrer Kolleginnen gegen Werder Bremen (33:29) zuschauen musste, sind vier Leistungsträgerinnen angeschlagen. Torjägerin Diana Sabljak, die alleine pro Partie mehr blaue Flecken kassiert als manches Team zusammen nicht, musste im Training bis Mitte der Woche ebenso passen wie Kapitänin Christin Kühlborn, Kreisläuferin Kim Mai und Rechtsaußen Karolina Bijan (alle Grippe). „Dadurch ist die Gefahr groß, dass unsere Super-Serie reißt. Wir können also eigentlich nur gewinnen“, sagt Christian Denk.

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