2.Liga: SG hält beim 23:30 lange mit

Unter Wert geschlagen

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Christin Kühlborn

Großröhrsdorf. Auch die SG 09 Kirchhof konnte den Lauf des HC Rödertal nicht bremsen. Der Tabellendritte feierte beim 30:23 (14:12) gegen den heimischen Handball-Zweitligisten seinen fünften Sieg aus den letzten sechs Spielen und bleibt darüberhinaus zu Hause ungeschlagen.

„Nur wenn bei uns alles gepasst hätte, hätten wir bei diesem starken Gegner eine Chance gehabt“, kommentierte SG-Trainer Denk die 14. Saisonniederlage des Aufsteigers. Zu Beginn passte es im Angriff, der sich bis zum 6:6 (12.) - besonders die wurfstarke Marieke Blase - durchweg vielversprechend gegen die starke 6:0-Deckung des Gastgebers in Szene setzen konnte.

Dafür war Kirchhofs neuer Coach mit seiner Defensive nicht zufrieden. Die hatte zwar Rödertals Torschützinnen vom Dienst, das Rückraumduo Jurgita Markeviciute und Lisa-Marie Preis, ganz gut im Griff, war aber im Zentrum zu anfällig. Dort sorgte die Achse Alesiunaite/Jäger ständig für Gefahr.

Das konnte nicht gut gehen. Und ging auch nicht gut, als sich die Gäste die ersten Fehlwürfe erlaubten - und prompt mit 6:9 (12.) in Rückstand gerieten. Christian Denk reagierte postwendend, brachte Lisa-Marie Berz als vorgezogene Abwehrspielerin einer 5:1-Deckung, die dann auch für wesentlich mehr Ballgewinne sorgte. Die wiederum wussten die Kirchhoferinnen per erster und zweiter Welle in Tore umzumünzen. „Wir haben viel mutiger und schneller nach vorne gespielt“, lobte der SG-Coach seine Schützlinge.

Die Folge: Sie kämpften sich ins Spiel zurück, glichen durch Christin Kühlborn in der 33. Minute zum 14:14 aus und waren bis zum 17:16 (37., Laura Nolte) auf Augenhöhe. Trotzdem. Der Favorit blieb „cool“, hatte die bessere Bank (Nele Reimer und Isa-Sophia Rösike) und in Anna Frankova eine überragende Rechtsaußen, die insgesamt neun Mal traf. Auch einige individuelle Fehler des Neulings trugen dazu bei, dass die Moos-Schützlinge schließlich den längeren Atem hatten.

Die erhöhten zunächst durch Markeviciute und Frankova auf 19:16 (41.), Nach 49 Minuten konnte Izabella Nagy nochmal auf 20:23 verkürzen, doch dann verließen die Gäste Linie und Konzentration. „In den letzten zehn Minuten ging nicht mehr viel“, musste Christian Denk konstatieren. So fiel der durchaus verdiente Sieg wesentlich höher aus, als es der phasenweise ausgeglichene Spielverlauf wiederspiegelte. 

• Rödertal: Hubald, Rammer; Markeviciute 7/4, Ostwald, Pöschel 1, Frankova 9, Preis 2, Alesiunaite 1, Nepolsky, Reimer 4/2, Jäger 3, Rösike 3, Havel. Kirchhof: Morf, Küllmer; Priolli, Nagy 8/2, Nolte 3, Kühlborn 5, Wäscher, Berz, Blase 7/2, Mai. SR: Borchardt/Grude. Siebenmeter: 6/6:4/4. Zeitstrafen: 8:6-Minuten. (ohm)

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