2. Handball-Bundesliga: Kirchhof favorisiert im Aufsteiger-Duell mit Gröbenzell

Visser will es wissen

Die fliegende Holländerin: Dionne Visser, die hier Petra Nagy in der Partie beim BSV Sachsen Zwickau entwischt ist, peilt mit der SG 09 Kirchhof den ersten Saisonsieg an. Foto: Kasiewicz

Kirchhof. Das ist eine neue Situation für die Handballerinnen der SG 09 Kirchhof. Nachdem der Neuling in den ersten fünf Partien befreit in der Außenseiterrolle antrat, steht das Team nun im Aufsteiger-Duell der 2. Bundesliga mit dem HCD Gröbenzell (Sa. 18 Uhr, Stadtsporthalle) in der Pflicht.

„Kirchhof hat eine sehr, sehr gute Mannschaft und ist der absolute Favorit“, sagt denn auch Gröbenzells Trainer Hendrik Pleines. Was bei seinem Gegenüber nicht ungeteilt auf Zustimmung stößt: „Wir sind vielleicht ein bisschen der Favorit. Aber wenn Gröbenzell ein Spiel gewinnen will, dann gegen einen Mit-Aufsteiger wie uns“, betont SG-Coach Christian Denk.

Es ist zudem der Vergleich der einzigen noch sieglosen Teams der Liga. Einer von zwei Vereinen, die einiges gemeinsam haben. Sowohl beim Handballclub Damen Gröbenzell als auch bei der SG 09 stehen Frauen, Mädchen und Handball im Fokus. Beide setzen in erster Linie auf Eigengewächse und Spielerinnen aus der jeweiligen Region. Und bei beiden haben in den ersten Partien vor allem diejenigen Akzente gesetzt, die den Sprung in die 2. Liga als Vizemeister im Süden (HCD) und Osten (Kirchhof) der 3. Liga möglich machten.

Eine, die noch etwas Nachholbedarf hat, ist Dionne Visser. Die Kreisläuferin war mit 156/40-Treffern die SG-Torschützenkönigin der vergangenen Runde. Dann verpasste die 20-Jährige sechs Wochen Vorbereitung wegen eines Innenbandrisses im Knie. „Körperlich bin ich bei 100 Prozent. Aber ich muss mich noch steigern“, sagt die holländische Junioren-Nationalspielerin selbstkritisch.

Damit meint das Kraftpaket neben mehr Härte in der Abwehr auch eine bessere Chancenverwertung. Ihr Trainer misst sie derweil nicht nur an den Toren: „Dionne ist für uns eine richtig wichtige Spielerin und hat sich von Woche zu Woche gesteigert. Sie hatte auch Pech, dass ihr zuletzt einige eigentlich saubere Aktionen abgepfiffen wurden“, sagt Denk.

Gut für den Coach, dass die formstarke Kim Mai als zweite Kreisläuferin in die Bresche gesprungen ist. Bahnt sich also ein Luxusproblem an? „Nein“, wiegelt der Coach ab: „Wir brauchen beide, weil beide auch zusammen spielen können. Eine kann etwa auf links ausweichen, zudem klappt es im Angriff auch mit sieben Feldspielerin gut.“ Das war zuletzt der Fall, als die SG 09 beim 25:25 beim TV Beyeröhde den ersten Zähler einheimste.

Dabei verteidigte der TVB im 5:1-System wie es Gröbenzell ebenfalls kann. „Wir stellen uns auch auf eine 6:0-Abwehr ein“, sagt Denk mit Blick auf die Rückraum-Asse Vera Balk, Sina Fischer und Svenja Jänicke. Zudem weiß der Coach um einen gravierenden Unterschied in beiden Lagern. Die Gäste verstehen die 2. Liga als Abenteuer, Kirchhof will sich etablieren. „Die zwei Punkte bleiben hier“, erklärt Dionne Visser und nimmt damit die Favoritenrolle an.

Von Sebastian Schmidt

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