2. Handball-Bundesliga: Kirchhof ohne Maarse bei Aufstiegsaspirant gefordert – Hinspiel macht Denk Mut

Vulkan-Ladies - ein Fall für Priolli?

Treffen sich in Koblenz wieder: Kirchhofs Izabella Nagy (rechts) und Lenka Hradilova, hier in einer Szene aus dem Hinspiel vor vier Monaten in Melsungen. Foto: Kasiewicz

Kirchhof/Koblenz. „Jammern bringt uns nicht weiter“, weiß Christian Denk. Und so sehr den Trainer der SG 09 Kirchhof der Ausfall von Sharelle Maarse (Fingerbruch) schmerzt, stimmt ihn eine Tatsache vor dem Rückspiel in der 2. Handball-Bundesliga bei den Vulkan-Ladies Koblenz/Weibern (So. 16 Uhr, Conlog Arena Koblenz) optimistisch.

Denn vor dem Hinspiel sah’s viel schlimmer aus! Rica Wäscher und Raphaela Priolli fehlten da nämlich verletzt, ehe kurzfristig Marieke Blase passten musste, weil sie zu ihren Stammverein Thüringer HC abkommandiert worden war. Konsequenz: Kapitänin Christin Kühlborn half auf Halbrechts aus, der Rest stellte sich von selbst auf und mit den inzwischen etablierten Talenten Paula Küllmer sowie Johanna Ulrich und Theresa Werner, Hannah Grothnes und Luisa Teichmann komplettierten gleich fünf A-Jugendliche den zwölfköpfigen Kader. Und der schlug sich beim 23:30 mehr als wacker.

Denn der letztjährige Erstligist gilt als Aufstiegskandidat, liegt aktuell fünf Punkte hinter dem Zweitplatzierten aus Nellingen. Und das nur, weil der Start ins Jahr 2016 misslang (21:22 in Rödertal, 20:22 gegen Sachsen-Zwickau). Zuletzt folgte aber ein 32:27-Erfolg bei Mainz 05/Budenheim, das sich zuvor durch einen 8:0-Lauf unter dem neuen Trainer Thomas Zeitz von der Abstiegsregion entfernte. „Ich habe der Mannschaft gesagt, dass wir jetzt eine kleine Serie starten wollen. Der Sieg in Mainz war ein wichtiger Auftakt“, sagte Ceslav Dincic.

Multi-Kulti-Truppe

Der Coach der Vulkan-Ladies hat seine Multi-Kulti-Truppe (Zehn Neuzugänge aus sechs Nationen kamen vor der Runde) inzwischen auf Kurs gebracht. Die meisten Positionen sind doppelt (gut) besetzt. Angefangen bei Branka Zec und Evelien Grob im Tor über die Rückraum-Asse Diana Sabljak, Monika Odrowska, Petra Adamkova, Franziska Ringleb und Barbara Laszlo, Kreisläuferin Annika Ingenpaß bis zu den Außen Dora Varga (links) und Lenka Hradilova. „Individuell ist das viel Qualität. Da kommt richtig was auf uns zu“, weiß Christian Denk, der die knallharte 6:0-Deckung des Gegners lobt.

Also wieder eine komplett andere Herausforderung in dessen dritten Partie als Chefcoach. Gegen Trier (26:25) galt es eine 5:1-Abwehr zu überwinden, gegen Haunstetten (23:26) zog die unkonventionelle 3:2:1-Formation der SG 09 letztlich den Zahn. Um einen weiteren Schritt nach vorn zu gehen, sind gegen das Dincic-Team folglich Würfe aus der zweiten Reihe gefragt. Dafür kommt neben Blase vor allem Priolli im Positionsangriff in Frage, die nach auskurierter Verletzung allerdings in den vergangenen Partien hauptsächlich in der Abwehr spielte. „Koblenz liegt Raffa. Ich bin fest überzeugt, dass sie ein gutes Spiel macht“, erklärt Denk.

Von Sebastian Schmidt

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