2. Liga: Kirchhof hofft gegen Mit-Aufsteiger Bremen auf den ersten Saisonsieg

Wegweisendes Duell

Kirchhofer Hoffnungsträgerin: Izabella Nagy (r.), die sich hier gegen Tina Wagenlader (SVG Celle) durchsetzt. Die Ungarin soll gegen Bremen für Druck und Tore aus dem Rückraum sorgen. Foto: Kasiewicz

Kirchhof. Die einen haben gerade das geschafft, was die anderen herbei sehnen: den ersten Saisonsieg. Der soll nun für den heimischen Handball-Zweitligisten im Aufsteiger-Duell gegen Werder Bremen (So. 17 Uhr Stadtsporthalle Melsungen) her.

Ob der angespannten Nerven der vom Verletzungspech gebeutelten Gastgeberinnen alles andere als eine einfache Aufgabe. „Der Druck wird immer größer“, weiß SG-Trainer Caillat. Genau der Druck, den sich der Rivale durch das erste Erfolgserlebnis im vierten Versuch (33:26 gegen Mainz-Bretzenheim) erstmal von der Seele gespielt hat. Für Werder-Coach Giron „eine Riesenerleichterung, die nun hoffentlich noch einige Kräfte frei macht.“

Allerdings hat sich die Liga bisher als wahre Wundertüte entpuppt, Überraschungen waren an der Tagesordnung mit dem Effekt, dass die SG trotz vier Nullnummern keineswegs abgeschlagen ist. Und im dritten Heimspiel enorm Boden gutmachen kann - wenn sie gewinnt.

Dazu gilt es, so Christian Caillat, an die starke zweite Halbzeit gegen Rödertal anzuknüpfen. Als Torfrau Karina Morf phasenweise ihren Kasten zunagelte, als die Abwehr trotz einer engen Deckung für die bis dahin überragende Torjägerin Preis alle sich dem Gegner bietenden Räume zulief, als die Außen Laura Nolte und Christin Kühlborn „explodierten“, nachdem zuvor fast ausschließlich Marieke Blase die Verantwortung im Abschluss übernommen hatte.

Ihr Solopart im Rückraum unterstreicht auf der anderen Seite das Hauptproblem des Kirchhofer Angriffs: Er ist zu ausrechenbar. Hoffnung macht dem Kirchhofer Coach daher, dass sich die Daumenblessur von Izabella Nagy, die gegen Rödertal doch arg gehandicapt war, „nur“ als Prellung entpuppte. „Sie kann für den nötigen Druck aus der zweiten Reihe sorgen“, glaubt ihr Trainer.

Die Integration von Neuzugang Johanna Stockschläder (wir berichteten) erfordert dagegen noch Zeit, so dass die Spielerin der HSG Bad Wildungen höchstens situativ für Entlastung sorgen kann. Die Rückkehr von Rafhaela Priolli, die einzige Linkshänderin im Kader, ist höchst ungewiss, auch wenn die Brasilianerin mittlerweile zumindest leicht trainiert.

Bremen reist bis auf Merle Heidergott, Neuzugang vom VfL Oldenburg II, in Bestbesetzung an. Also auch mit Torjägerin Jennifer Börsen, die aus einem starken Kollektiv herausragt. Das natürlich Selbstbewusstsein aus dem ersten Saisonsieg geschöpft hat. Und weiß, wie sich der Gegner fühlt. „Denn“, so Patrice Giron, „Kirchhof steckt genau in de Situation, in der wir zuvor gesteckt haben.“(ohm)

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