Kirchhofs neuer Chefcoach Christian Denk im Interview vor dem Kellerduell mit Trier am Sonntag

„Wer nichts riskiert, riskiert alles“

Möchte die SG 09 zurück in die Erfolgsspur bringen: Der neue Trainer von Kirchhofs Zweitligateam, Christian Denk. Foto: Kasiewicz

Kirchhof. Er trainiert die B-Mädchen und das Juniorteam in der Handball-Oberliga. Jetzt hat Christian Denk auch das Amt des Trainer der Zweitliga-Mannschaft der SG 09 Kirchhof übernommen. „Warum sollten wir Trübsal blasen? Die Mädels spielen nach einer tollen Saison in der 3. Liga zu Recht in der Klasse“, sagt der 32-Jährige und macht seinem Team Mut vor dem Kellerduell mit dem DJK/MJC Trier (So. 17 Uhr, Stadtsporthalle).

Herr Denk, wie findet es Ihre Frau, dass Sie nun drei Teams allein betreuen?

Christian Denk: Mit Tessa spreche ich immer als Erstes. Sie hat Verständnis und weiß, dass mir alle ans Herz gewachsen sind. Allerdings sind die drei dauerhaft keine Lösung. Da müssen wir uns mit dem Verein nochmal in Ruhe zusammensetzen.

Mit allen drei Teams geht’s um den Klassenerhalt. Wie stark sind Ihre Nerven?

Denk: Ich brauche diesen Druck, bin das gewohnt. Das ist genau mein Ding, das macht den Sport aus. Egal, ob als Spieler oder Trainer: mit unseren Mannschaften ging es immer um Auf- oder Abstieg. Wobei das in der Jugend zu relativieren ist, da viele aus der B-Jugend gezielt in der A-Jugend oder sogar im Damenbereich eingesetzt werden.

Dem Team fehlt Selbstvertrauen. Wie wollen Sie für neuen Mut sorgen?

Denk: Ich möchte die Emotionen wecken. Wir setzen uns kleine, realistische Ziele. Zum Beispiel, endlich wieder ein Spiel zu gewinnen. Ein Grund, warum ich gerne übernehme, ist mein Lebensmotto: Wer nichts riskiert, riskiert alles! Ich hoffe unsere 1. Mannschaft nimmt das an, wie es das Juniorteam schon kennt. Dann kommen die Emotionen von alleine zurück.

Sie kommen aus dem Nachwuchsbereich. Werden die Talente nun noch wichtiger?

Denk: Das würde ich mir wünschen. Denn wir haben so viele Talente wie noch nie. Allerdings ist dazu Geduld gefragt. Die Mädels können sich ein Beispiel an Christin Kühlborn, Kim Mai, Laura Nolte und Karina Morf nehmen. Auch wenn der Abstieg 2014 für uns hart war, so war es für die drei Letztgenannten ein Segen. Sie haben die 3. Liga super angekommen und sich toll entwickelt.

Seit 2012 waren Sie Co-Trainer. Wer hat Sie geprägt?

Denk: Ich habe von allen was mitgenommen und mit eigenen Werten vermischt. Gernot Weiss, Markus Berchten und Christian Caillat sind ganz unterschiedliche Typen. Am meisten imponiert hat mir Gerry, weil er sehr akribisch ist und überragende Abwehrvarianten hat. Das ist mein Ansatz.

Der nächste Gegner Trier ist im Aufwind. Wie gehen Sie das Spiel an?

Denk: Wir müssen im Vergleich zum letzten Spiel eigentlich überall besser werden. Trier ist sehr gut besetzt. Das Ergebnis ist erstmal zweitrangig. Wichtig ist, dass wir etwas riskieren und Emotionen zeigen.

Habe Sie Ihren kompletten Kader zur Verfügung?

Denk: Izabella Nagy und Christin Kühlborn sind seit Mittwoch wieder im Training. Der Rest war eh fit.

Von Sebastian Schmidt

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