Neuzugänge der SG 09 Kirchhof (3): Katarzyna Demianczuk gilt als Teamplayer

Sie will fit werden wie noch nie

Sie hat den Durchblick: Kirchhofs neue Torfrau Katarzyna Demianczuk. Foto: Kasiewicz

Kirchhof. Laufen, laufen, laufen – das ist das, was aktuell das Leben von Katarzyna Demianczuk bestimmt. Denn die neue Torfrau der SG 09 Kirchhof hat mit den Grün-Weißen einiges vor. Und schon einen großen Unterschied zum Handball in ihrer polnischen Heimat und der 2. Bundesliga in Deutschland ausgemacht.

„Das Training hier ist viel intensiver und das Tempo im Spiel höher. Also muss ich so fit werden wie noch nie“, sagt die 26-Jährige. Was sie ihrem Körper zumuten kann, weiß sie von Berufs wegen. Denn Demianczuk arbeitet halbtags in der Praxis von Gernot Weiss als Physiotherapeutin. Bei dem früheren Meistermacher der SG 09 also, der mit seinem Team weiterhin zum Betreuerstabs Kirchhofs zählt.

Dessen Nach-Nachfolger Christian Denk schätzt Kasia, wie die Frohnatur gerufen wird, wegen ihrer Fähigkeiten als Teamplayerin: „Mit ihrer Erfahrung wird sie uns gut tun. Sie hat eine starke körperliche Präsenz und eine enorme Reichweite“, sagt Denk zu der 1,75 Meter großen Blondine, die im Training neben Fußball gern Basketball spielt.

Netter Nebenaspekt: Durch die Verpflichtungen von Karolina Bijan und Paulina Muchocka wird die Integration für die drei Polinnen erleichtert. Das Trio stellt somit auf Anhieb die zweitstärkste Fraktion in dem 14er-Kader – hinter gleich sechs Kirchhöfer Eigengewächsen.

Grenzach als erste Station

Demianczuk kann sich bestens auf Deutsch verständigen. Dank ihrer Mutter Dorota, die in Mönchengladbach lebt. Und dank eines Ausflugs in der Saison 2012/2013 zum damaligen Drittligisten TV Grenzach, ihrer ersten Station in Deutschland. „Da waren wir ein Multi-Kulti-Team und ich habe nur mit dem Trainer deutsch gesprochen“, sagt die Torfrau und lacht. Zum souveränen Klassenerhalt reichte es allemal.

Bedenken hat sie diesbezüglich für die SG 09 nicht, will sich mit Kirchhof etablieren. Eine Führungsrolle beansprucht Kasia indes nicht: „Wir drei Torhüterinnen sind nur als Team stark. Wenn die anderen eingesetzt werden, bekommen sie von mir vollste Unterstützung“, sagt sie mit Blick auf ihre jungen Kolleginnen Frederikke Siggaard und Paula Küllmer.

Melsungen schätzt sie als kleine, aber feine Stadt ein. Eine Wohnung hat sie im Stadtteil Kirchhof gefunden. Mit der neuen Spielklasse ist sie durch ein Videostudium vertraut. Seitdem gilt: laufen, laufen, laufen.

Von Sebastian Schmidt

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