2. Bundesliga: Christin Kühlborn über die Perspektiven der SG 09 Kirchhof vor dem Heimspiel gegen Mainz

Kapitänin Christin Kühlborn: „Wollen 2015 mit Sieg abschließen“

Würden nur all zu gern wieder jubeln: Die Kirchhoferinnen (von l.) Marieke Blase, Christin Kühlborn und Rica Wäscher, hier zu sehen nach dem Sieg zu Drittliga-Zeiten gegen Blomberg II. Foto: Kasiewicz

Kirchhof. Vier Tage vor dem 27. Geburtstag von Abwehrchefin Raphaela Priolli und fünf Tage vor Weihnachten soll es klappen: Im 13. Anlauf peilen die Zweitliga-Handballerinnen der SG 09 Kirchhof in Bestbesetzung den lang ersehnten ersten Saisonsieg an.

Vor dem Duell mit der FSG Mainz 05/Budenheim (Sa. 18 Uhr, Stadtsporthalle) spricht Kapitänin Christin Kühlborn über...

...den Frust, als einziges Team der Liga sieglos zu sein: „Natürlich ist das ärgerlich und nicht so richtig in Worte zu fassen. Es waren ein paar Matchbälle dabei, die wir leider nicht genutzt haben. Spätestens Dienstag oder Mittwoch ist die Trauer aber immer vergessen und wir schauen auf das nächste Spiel, um es besser zu machen.“

...die Kunst, sich immer wieder neu zu motivieren: „Unsere mannschaftliche Geschlossenheit ist ein großes Plus. Die Stimmung ist weiter gut, weil wir alle gern zusammen spielen. Natürlich haben wir jetzt das Ziel, 2015 mit einem Sieg abzuschließen und zu zeigen, dass wir zu Recht in der 2. Liga sind.“

...Druck: „Krasser Druck von außen wird nicht aufgebaut. Unser Management um Renate Denk und unser Trainer Christian Caillat finden einen gesunden Mittelweg, dass wir immer gewinnen wollen, aber nicht müssen. Dafür bin ich dankbar, weil ich weiß, wie es ist, zuviel Druck zu bekommen.“

...Doppelbelastung der halben Mannschaft: „Klar merkt man das körperlich montags, ob man am Wochenende ein oder zwei Spiele hatte. Aber wir machen das gern, weil wir zumindest mit einem Team die Klasse halten wollen. Schon letzte Saison haben wir gesagt, dass wir keine erste und zweite Mannschaft haben, sondern ein großes Team sind. Und wenn es uns zuviel wird, können wir jederzeit sagen, dass wir eine Pause brauchen.“

...die kurze Pause bis zum nächsten Spiel am 9. Januar: „Also ich bin froh, dass wir dann schon wieder in Herrenberg spielen. Ein, zwei Wochen Pause sind okay, um Zeit für Freunde und Familie zu haben. Ich will mich aber schnell wieder auf das Wesentliche konzentrieren und freue mich, wenn ich in der Halle was machen kann. Sonst bekomme ich Langeweile.“

...den kommenden Gegner: „In der Abstiegssaison vor zwei Jahren haben wir zweimal gegen Mainz gewonnen. Also ist die Erinnerung gut. Aber jetzt hat Mainz beim 37:22 gegen Bremen gezeigt, wie stark sie sind. Vor allem die rechte Seite mit Claudia Schückler und Laura Spatz (Anm. d. Red. früher Schmitt), die mit meiner Schwester Carina noch in Kirchhof gespielt hat, ist richtig gut. Da müssen wir aufpassen, sind aber auf keinen Fall chancenlos.“

...die Perspektive: „Wir haben weiterhin den Klassenerhalt als Ziel. Aber ein Abstieg wäre kein Beinbruch. Einen Super-Gau wie vor zwei Jahren, als nur vier Spielerinnen geblieben sind, wird es nicht geben. Ich habe keine Zweifel daran, dass wir im Kern zusammenbleiben. Zudem rücken bald weitere tolle Talente nach. Und so oder so lernen wir in diesem Jahr sehr viel. Zum Beispiel, wie sehr wir es zu schätzen wissen werden, sobald wir wieder gewinnen.“

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.