2. Liga: Kirchhof beim souveränen Tabellenführer Neckarsulm krasser Außenseiter

Wurfmaschinen und Raketen

Emir Hadzimuhamedovic

kirchhof/neckarsulm. Ein Mannschaft will nach oben. Mit Macht in die 1. Liga, die schon neun Spieltage vor Schluss für den souveränen Tabellenführer Neckarsulm greifbar nahe ist. Umso schwerer die Aufgabe für die abstiegsgefährdete SG 09 Kirchhof, die bei der Sportunion (Sa. 18 Uhr Ballei-Sporthalle Neckarsulm) ganz krasser Außenseiter ist.

„Eigentlich habe wir keine Chance“, sagt die (allerdings angeschlagene) Rückraumspielern Izabella Nagy. Und ist trotzdem zuversichtlich: „Wir können kämpfen und frei aufspielen.“ So wie zuletzt gegen Sachsen Zwickau. Ein 26:24-Erfolg, der Mut macht. Auch Mannschaftskameradin Rafhaela Priolli. Ihre Parole: „Einfach gut spielen und dann sehen, was dabei herauskommt.“ Als Beispiel könnte dem Neuling die HSG Bensheim-Auerbach herhalten, die im letzten Heimspiel der Neckarsulmer SU das Kunststück gelang, dem Aufsteiger von 2013 die bisher einzige Niederlage beizubringen.

Seitdem haben die Schwäbinnen allerdings auswärts zweimal klar gewonnen. Und nun laut Trainer Hadzimuhamedovic vor eigenem Publikum „etwas gut zu machen.“ Ansonsten wurde mit der unerwarteten Pleite nicht lange gehadert (Hadzimuhamedovic: „So was kann passieren. Wir haben einfach ganz schlecht geworfen“) - und gleich wieder den Schalter umgelegt.

Kein Zweifel, das Team ist gefestigt, hat aus einem famosen Saisonstart (22:0-Punkte) viel Selbstvertrauen gezogen und wie selbstverständlich die prominenten Neuzugänge - allein drei Erstliga-Spieler von FA Göppingen - integriert. „Die Automatismen greifen und die Mannschaft tritt sehr geschlossen auf“, ist Emir Hadzimuhamedovic mit der Entwicklung sehr zufrieden.

Selbst der Ausfall der beiden Nationaltorhüterinnen Melanie Herrmann (Österreich) und Celia Schneider (Schweiz) ist für den A-Lizenz-Inhaber kein Problem, dann tritt halt die Nummer drei, Katrin Rüttinger, effektvoll ins Rampenlicht. Die ebenfalls pausierende Kreisläuferin Kathrin Fischer ist gegen Kirchhof wieder dabei.

Am meisten beeindrucken SG-Trainer Denk das wurfgewaltige Rückraum-Duo Vojtiskova/Hoffmann („zwei echte Wurfmaschinen“) und die Flügelzange Gerber/Breitinger („zwei Raketen“): „Da müssen wir uns schon etwas ganz Besonderes einfallen lassen.“

Allerdings: Verzagen gilt für Christian Denk nicht. Verbunden mit der vagen Hoffnung, „dass uns der Spitzenreiter vielleicht nicht ganz ernst nimmt.“ Was sein Kollege indes ausschließt: „Wir haben großen Respekt vor Kirchhof, denn die können ein sehr unangenehmer Gegner sein.“(ohm) Foto: nh

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