SG-Gegner: Vulkan-Ladies mit Neuaufbau nach Abstieg – Trainer Dincic ist zurück

Zehn „Neue“ aus sechs Nationen

Caslav

Kirchhof/Koblenz. Hoher Besuch zur Heimpremiere der SG 09 Kirchhof in der 2. Handball-Bundesliga: Kein Geringerer als Erstliga-Absteiger Vulkan-Ladies Koblenz/Weibern gibt sich heute in der Melsunger Stadtsporthalle (Anwurf 18 Uhr) die Ehre.

Für den Aufsteiger kein völlig Unbekannter, kreuzten sich doch in zwei Play-Down-Spielen 2004/2005 (25:34, 24:29) beider Wege, die wiederum den Erstliga-Abstieg der Rheinländerinnen zur Folge hatten.

DER TRAINER

Ins Oberhaus hatte sie 2003 Caslav Dincic geführt, der danach (von 2004 bis 2006) den serbischen Meister Partizan Belgrad, den TuS Ferndorf (2006 bis 2011) und die kroatische Frauen-Nationalmannschaft (2007 bis 2009) trainierte. Und im Dezember 2014 als Retter zurück geholt wurde - einer Rolle, die der 55-jährige A-Lizenz-Inhaber nicht gerecht werden konnte, denn Weibern stieg nach drei Jahren 1. Liga als Tabellenletzter wieder ab. Die Hypothek einer schwachen Hinrunde war zu groß, dazu gesellte sich noch Verletzungspech.

DER KADER

Die Konsequenz: ein kompletter personeller Neuaufbau. Seit März 2015 gaben sich potenzielle Neuzugänge beim Probetraining die Klinke in die Hand, übrig blieben zehn „Neue“ aus sechs Nationen (Österreich, Kroatien, Ungarn, Tschechien, Island, Deutschland). Noch dabei aus der Stammsieben sind lediglich Torfrau Branka Zec, die derzeit allerdings einen Kreuzbandriss auskuriert, ihre Vertreterin Evelien Grob und Linksaußen Dora Varga. DAS SAISONZIEL

Angesichts dieses Schnitts nimmt im Verein niemand das Wort „Wiederaufstieg“ in den Mund. „Wir wollen oben mitspielen“, sagt Caslav Dincic - und will seine Spielerinnen damit auf keinem Fall unter Druck setzen. DIE AUFSTELLUNG

Neben Grob und Varga bilden Petra Adamkova (Rückraum links), Barbara Laszlo (Rückraum Mitte), Franziska Ringleb (Rückraum rechts), Lenka Hradilova/Carina Stockammer /Rechtsaußen) und Annika Ingenpaß (Kreis) die Stammbesetzung. In der Abwehr ist Hildigunn Einarsdottir gesetzt.

DIE FORM

Beim 37:26-Erfolg gegen FSG Mainz/Budenheim offenbarte Weibern schon eine erstaunliche Frühform, nachdem sich die Dincic-Schützlinge in der Vorbereitung gegen den gleichen Gegner noch schwer getan hatten. Dem TuS-Coach gefiel besonders die konzentrierte Abwehrarbeit in der ersten Hälfte (nur elf Gegentore) sowie die daraus resultierende zweite Welle. Auch die neuformierte Aufbaureihe harmonierte bereits hervorragend: Odrowska/Laszlo/Ringleb waren für 19 der 37 Treffer ihrer Mannschaft veranwortlich. (ohm) Foto:dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.