Heinrich-Horn-Gedächtnisturnier 

Zweitliga-Klassentreffen als Wegweiser

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Zeigt sich in Melsungen: die Ex-Kirchhöferin Swantje Heimburg (hier am Ball vor der Mainzerin Johanna Holstein).

Kirchhof. Das 6. Heinrich-Horn-Gedächtnisturnier ist für den heimischen Handball-Zweitligisten SG 09 Kirchhof eine echte Standortbestimmung. Das Team von Christian Denk trifft auf vier andere Zweitligisten. 

Dazu kommt die Bundesliga-Aufsteiger HSG Bensheim/Auerbach. Für internationales Flair sorgt zudem der tschechische Erstligist Handball Club Zlin, der Heimatverein von SG-Neuzugang Leona Svirakova.

HSG Bensheim/Auerbach als Favorit

Großer Favorit ist Erstligist Bensheim/Auerbach. Das Team der 90-fachen ehemaligen deutschen Nationalspielerin Heike Ahlgrimm verfügt mit der Ex-Bad-Wildungerin Sarah van Gulik über eine exzellente Spielmacherin. Zudem ist der Rückraum mit der Mazedonierin Ivana Sazdovsk und Neuzugang Rafika Ettaqi (kam vom Bundesligisten Borussia Dortmund) äußerst stark besetzt. 

Daneben verfügen die Südhessinnen über einige Talente wie die deutschen Junioren-Nationalspielerinnen Julia Maidhof und Vildana Halilovic. Am Kreis ist Caroline Thomas gesetzt, auf Linksaußen Neuzugang Bogna Sobiech. Die Polin wechselte vom Zweitligisten HSG Hannover-Badenstedt nach Bensheim, weil ihr Ehemann, Fußballprofi Arthur Sobiech, nun für Darmstadt 98 auf Torejagd geht.

Das weitere Teilnehmerfeld zeichnet sich durch seine Ausgeglichenheit aus. „Es sind alles Teams, die an einem guten Tag jeden schlagen können“, warnt SG-Coach Christian Denk. Zu den ärgsten Konkurrenten um den Turniersieg gehört zum einen die TG Nürtingen. Das Team von Trainer Stefan Eid verfügt über eine eingespielte Mannschaft. Zentrale Akteurin der Stuttgarterinnen ist Linkshänderin Verena Breidert, die in der abgelaufenen Zweitliga-Saison 229 Tore erzielte. Zudem hat sich die Eidt-Sieben mit Spielmacherin Stefanie Rolland (Kurpfalz-Bären Ketsch) gut verstärkt und verfügt mit Torhüterin Christine Hesel über einen guten Rückhalt.

Ähnlich stark ist Halle-Neustadt mit der Ex-Kirchhoferin Svantje Heimburg einzuschätzen. Das Team des dänischen Trainers Jürgen Gluver hegt durchaus Ambitionen auf den Aufstieg. Dem Verlust der beiden Schwestern Stefanie und Jacquline Hummel (zum HC Rödertal) könnte die 25-jährigen Schwedin Mikaela Johannson kompensieren. Die erfahrenen Eileen Uhlig, Helena Mikkelsen und Nadine Smit sollen mit ihr die zukünftige Rückraumachse bilden.

Für Überraschungen dürfte auch der SV Werder Bremen sorgen. Trainer Florian Marotzke, der das Team vor der Saison von Patrice Giron übernahm, kann mit Linkshänderin Isabelle Dölle (von Hannover-Badenstedt) und Lena Thomas (VfL Oldenburg) zwei talentierte Neuzugänge aufbieten. Ergänzt wird der Kader durch Perspektivspielerinnen wie Marieke Heilmann, Pia Döpke und Jordis Mehrtens. Mit dem Abstieg wollen die Norddeutschen diesmal nichts zu tun haben.

Bei Hannover-Badenstedt gibt es ein Wiedersehen mit der Ex-Kirchhofer und Bad Wildunger Spielmacherin Jana Pollmer. Die 26-Jährige soll Verantwortung übernehmen und die junge Mannschaft führen. Der HSG schmerzt besonders der studienbedingte Abgang von Linkshänderin Saskia Rast (198 Saisontore), Bogna Sobiech (124) und Dölle (111). Sobiechs Lücke soll Eigengewächs Lena Seehausen schließen, als Nachfolgerin von Rast wurde Marleen Wills von der HSG Blomberg/Lippe II verpflichtet.

Von Marcel Glaser

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